Nahversorgungszentrum Rahmede: „Das kostet uns viel Geld“

Eigentlich sollte die Imra schon lange verschwunden sein. Das Planungsverfahren zieht sich aber länger als erwartet hin. Jetzt muss sogar ein weiteres Mal die Öffentlichkeit beteiligt werden. Foto: Bender

Altena - Matthias Rentrop ist angenervt. Sein Partner, die Rudolf Kräling Grundstücksgesellschaft aus Dortmund, ebenfalls. Mitte 2012 hieß es noch, wenn alles nach Plan laufe, solle die Imra-Brache in der Rahmede schon 2014 verschwunden sein.

Doch das blieb bis jetzt Wunschdenken. Matthias Rentrop: „Wir treten irgendwie auf der Stelle. Der Stillstand kostet sowohl mich als auch Thorsten Krähling Geld.“

Am Mittwoch, 17. Februar, 17 Uhr, steht das wieder auf der Tagesordnung des Ausschusses für Stadtentwicklung. Das Gremium tritt im Rathaus zusammen. Der Ausschuss muss zustimmen, die aus einer öffentlichen Auslegung resultierenden Anregungen als Ergänzungen in den Planungsentwurf aufzunehmen.

Für Stadtplaner Roland Balkenhol ist das kein großes Ding. „Diese Änderungen berühren die Grundzüge der Planung nicht.“ Stimmt die Politik zu, muss der Vorhaben- und Erschließungsplan aber noch einmal öffentlich ausgelegt werden.

Nach Ansicht von Balkenhol ist auch der zweite Beratungspunkt in Sachen Nahversorgungszentrum Formsache. So hatte der Rat der Bezirksregierung die nötige Änderung des Flächennutzungsplanes am 27. Oktober 2014 zur Genehmigung vorgelegt. Wegen Mängeln in der amtlichen Bekanntmachung verweigerte Arnsberg aber seine Zustimmung. Am 29. September 2015 gab es nämlich ein neues Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes, das zum Zeitpunkt der Planoffenlegung im März 2014 durch die Stadt Altena noch nicht gefällt war. Roland Balkenhol: „Das Verfahren muss deshalb auf Grund von EU-Recht neu aufgenommen und mit einer erneuten öffentlichen Auslegung fortgesetzt werden.“

Wesentlich für Altena: Änderungen an der Plandarstellung sind nicht erforderlich und erfolgen deshalb auch nicht. Aber: Die Empfehlungen der Bezirksregierung werden neu eingearbeitet.

Matthias Rentrop: „Mein Partner und ich fassen uns jetzt in Geduld. Mehr können wir wohl nicht tun.“

Zur Erinnerung: Es geht in der Rahmede um eine Investition von bis zu fünf Millionen Euro. Die Firma Krähling aus Dortmund hatte bereits im Sommer 2012 ein Stadtplanungs- und Architekturbüro für erste Vorplanungen auf dem Gelände der ehemaligen Firma Johann Moritz Rump – Imra – beauftragt.

Von der Steinernen Brücke aus gesehen soll auf dem Imra-Gelände zunächst ein 1800 Quadratmeter großer Lebensmittelmarkt entstehen. Dann folgen 100 Parkplätze. Ob es die von den Investoren gewünschte Vergrößerung der Verkaufsflächen geben kann, ist derzeit offen.

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