Nach 12 Monaten die zweite Senkung der Kanalgebühr

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Rathaus Altena

Altena - Als zum Jahresbeginn die Kanalgebühr gesenkt wurde, versprach Marc Bunse für die kommenden Jahre eine stabile Gebühr. Daraus wird nichts: Zum 1. Januar 2017 wird die Kanalbenutzung nochmals preiswerter.

Mit über 16 Prozent bei der Schmutzwassergebühr und sieben Prozent beim Niederschlagswasser fällt die Senkung deutlich höher aus als im vergangenen Jahr. Ein Haushalt mit 150 Quadratmetern versiegelter Fläche und 100 Kubikmetern Frischwasserbezug spart pro Jahr über 80 Euro. 

Kein Wunder, dass die Politik voll des Lobes ist: „Ein gutes Signal für unsere Bürger“, lobte Uwe Kober (CDU) während der Sitzung des Betriebsausschusses. Mit 3,49 Euro pro Kubikmeter Frischwasserbezug und 1,15 Euro pro Quadratmeter versiegelter Fläche ist die Altenaer Gebühr zwar immer noch höher als die in vielen anderen Kommunen – aber bei weitem nicht so hoch, wie bei der Einführung der Eigenkapitalsverzinsung im Abwasserwerk befürchtet worden war. Eine solche Eigenkapitalverzinsung ist völlig legal. 

Landesbetrieb muss neuerdings zahlen

In Altena wurde sie beschlossen, um den städtischen Etat zu sanieren – 600.000 Euro muss das Abwasserwerk jährlich an den Kämmerer überweisen. Weil das früher nicht der Fall war, beschloss der Rat 2010 eine drastische Gebührenerhöhung. Dass der Schluck aus der Gebührenzahlerpulle nicht so kräftig sein musste wie damals gedacht, liegt zum einen an Straßen.NRW – nach einem entsprechenden Urteil muss der Landesbetrieb neuerdings auch zahlen, und zwar für den Regen, der auf Bundes- und Landesstraßen fällt. Das brachte dem Abwasserwerk eine hohe, einmalige Nachzahlung ein und außerdem noch 200 000 Euro jährliche Gebührenmehreinnahmen. Zum anderen hat das Abwasserwerk in den vergangenen zehn Jahren alle Investitionen aus laufenden Mitteln bezahlt, konnte also auf Kreditaufnahmen verzichten. 

Das führt zu sinkenden Ausgaben für Zins und Tilgung. Kaputtgespart werde nichts, beruhigte Betriebsleiter Marc Bunse: „Das Netz ist in einem exzellenten Zustand“. Damit das so bleibt, werden 2017 rund 2,4 Mio. Euro investiert – knapp 500 000 Euro kostet allein ein neuer Kanalspülwagen, der nächstes Jahr angeschafft wird.

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