Wie muss sich Kirche neu aufstellen?

St. Matthäus macht sich auf den Weg

Ina Kramer wird als Moderatorin den Prozess in St. Matthäus begleiten. Links im Bild Pfarrer Ulrich Schmalenbach.

Altena - Rückläufige Katholikenzahlen, ein geringeres Kirchensteueraufkommen und abnehmendes pastorales Personal: Nur drei Stichworte, die auch das Bistum Essen in den kommenden Jahren vor neue Herausforderungen stellen. Erst kürzlich gab es dazu ein Bischofswort von Dr. Franz-Josef Overbeck.

Diese Ausgangssituation stellte Pfarrer Ulrich Schmalenbach, St. Matthäus, am Samstag, 21. November, an den Anfang einer Klausurtagung im Pfarrheim.

Unter der Moderation von Sozialarbeiterin Ina Kramer aus Vechta, die als hauptamtliche Kraft der Caritas beim Erzbistum Paderborn tätig ist, nahmen daran 24 Mitglieder aus Kirchenvorstand, Pfarrgemeinderat und den drei Gemeinderäten der Gemeinden der Großpfarrei St. Matthäus teil.

Am 17. März 2015 hatte sich bereits ein Team des Generalvikariates über den aktuellen Stand der Veränderungen und die wirtschaftliche Situation auf einer Pfarreikonferenz vor Ort informiert. Dabei wurde auch das bistumsweite gemeinsame Vorgehen beschrieben und besprochen. Es soll in einem gemeinsam Votum enden, das von St. Matthäus mitbestimmt und mitverantwortet wird. Dieser Prozess unter dem Motto: „Sehen, Urteilen, Handeln“ soll bis Ende 2017 dauern. Ab 2018 sollen dann beschlossene Veränderungen vollzogen werden.

Am Anfang steht eine Informationsphase, in der über die pastorale und die wirtschaftliche Situation eine Bestandsaufnahme erfolgt. Was wird pastoral in der Zukunft möglich oder nötig sein? Wie muss man sich hier anders aufstellen? Welche finanziellen Ressourcen hat die Gemeinde in der Zukunft? Welche Gebäude sind unverzichtbar? Wieviel Finanzen sind vorhanden, um die Immobilien in Zukunft zu erhalten? Welches nicht pastorale Personal wird auf Dauer unabdingbar sein? Wie stellen sich die Katholiken im Lennetal den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, um den Glauben weiter glaubwürdig zu verkünden?

Mit dem Auftakt am Samstag hat sich die Großpfarrei auf den Weg gemacht. In verschiedenen Arbeitsgruppen werden sich Laien und Hauptamtliche den Fragen nähern. Neben den gewählten Gremien sollen auch interessierte Gemeindemitglieder in die Arbeitsgruppen einbezogen werden. Anfang Januar wird eine Koordinierungsgruppe ins Leben gerufen, die den Prozess steuert und begleitet.

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