Mordopfer sammelte alte Autos

Itanis verborgene Schätze

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Dieser Cadillac „Eighty Eight“ gehörte zu den Exemplaren der „Sammlung Itani“, die jetzt abtransportiert wurden.

Altena - Für Aufsehen sorgten in den vergangenen Tagen Autotransporter, die arg ramponierte Oldtimer durch Altena fuhren – offensichtlich wird in der Itani-Brache am Schwarzenstein aufgeräumt.

Dass der 2011 ermordete Geschäftsmann Sammler alter Autos war, bemerkten zuletzt Altenaer Feuerwehrleute, die die Brache am Winkelsen nach vermeintlich vermissten Personen durchsuchten und dabei auf eine erkleckliche Anzahl historischer Fahrzeuge stießen.

Historisch

Unter anderem wurde ein Jaguar E-Type entdeckt, der unter einem Schuttberg begraben war. Andere Fahrzeuge seien noch in relativ gutem Zustand, berichtete ein an dem Einsatz beteiligter Feuerwehrmann gegenüber unserer Zeitung. Restauriert und fahrtüchtig dürfte allerdings keiner der Oldtimer sein. In den sozialen Netzwerken im Internet tauchen immer mal wieder Fotos von Itanis verborgenen Schätzen auf. Besonders häufig wird dort ein alter Militär-LKW gezeigt , der hinter dem Finanzamt unter freiem Himmel vor sich hingammelt. Es gibt aber auch Bilder aus den Hallen, in denen weitere Fahrzeuge abgestellt waren – darunter ein alter Mercedes 220 S, mehrere Triumph und ein Cabrio der britischen Marke MG.

Straßenkreuzer

Hingucker: Historischer Mercedes.

Das besondere Interesse des Sammlers galt offensichtlich amerikanischen Straßenkreuzern, von denen sich eine ganz Reihe finden. Neben mehr oder weniger kompletten Autos lagerte Itani in der Brache auch Ersatzteile, darunter auch ganz Motorblöcke. Die Kunde von den Itani-Oldtimern hat in Fachkreisen längst die Runde gemacht, was durchaus auch zu Plünderungen geführt haben dürfte. Das vermutet jedenfalls Heinz


Wagener, der Organisator der MSC Altena-Oldtimerrallye. Er erinnert sich an einen Käfer in recht passablem Zustand – nachdem dessen Foto bei Facebook gepostet wurde, waren innerhalb kurzer Zeit Karosserieteile wie Türen und Kotflügel verschwunden. Wer den zurzeit laufenden Abtransport der alten Autos in die Wege geleitet hat, ist unklar.

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