Tipps von Prof. Dr. Susanne Hüttemeister

Blutmond über Altena am frühen Montagmorgen

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Früh aufstehen lohnt sich, denn so prachtvoll präsentiert sich der Mond am Montagmorgen.

Altena - Den Wixberg kann Prof. Dr. Susanne Hüttemeister als Beobachtungspunkt für die partielle Mondfinsternis in der Nacht zu Montag wärmstens empfehlen.

Die aus Altena stammende Leiterin des Planetariums Bochum kennt die Tallage ihrer alten Heimat genau, weshalb ihr Weg direkt zu einer Anhöhe führen würde. „Ein Fernglas wird sich auch lohnen!“ berichtet die Astronomin.

Vorschlafen lohnt sich

Um 3.07 Uhr sollten Interessenten ihren ersten Blick auf den Mond richten: Zu diesem Zeitpunkt beginnt der Eintritt in des Mondes in den Kernschatten der Erde. Schon eine gute Stunde später, um 4.11 Uhr, wird der Himmelskörper seinen Beobachtern am dunkelsten erscheinen. 

Mond der Erde "besonders nah"

Um 4.47 Uhr befindet er sich am tiefsten im Kernschatten, die Austrittsphase beginnt um 5.24 Uhr. „Raus ist der Mond wieder um 6.27 Uhr. Dann beginnt aber auch schon wieder das Morgengrauen“, schildert Prof. Dr. Susanne Hüttemeister. Aufbleiben, beziehungsweise den Wecker stellen, sei diesmal besonders lohnenswert: „Eine partielle Mondfinsternis kommt ja eigentlich öfter vor. Dass der Mond sich dabei aber gerade in Erdnähe befindet, ist diesmal das Besondere. Entsprechend größer zeigt er sich, was natürlich auch den Genuss der orangeroten Farbe verstärkt, in die der Mond optisch getaucht wird“, erklärt die ehemalige Altenaerin.

"Blutmond" aus Amerika

Vielfach ist in diesem Zusammenhang der Begriff „Blutmond“ zu hören, der aber keine wissenschaftlich relevante Bedeutung habe. „Das ist ein bisschen von den Amerikanern dramatisiert worden“, erklärt Dr. Hüttemeister. Sie zieht den Begriff „Roter Mond“ als Alternative zur partiellen Mondfinsternis vor. Natürlich wird sie selbst am Montag auch gen Himmel blicken.

Wiederholung in 2018

„Denn die nächste Himmelskonstellation dieser Art wird erst im Juli 2018 wieder auftreten - und nur sehr schlecht zu sehen sein.“ Wer das Ereignis am Montag verschläft, muss sich bis Januar 2019 gedulden, um eine gut sichtbare Mondfinsternis dieser Art sehen zu können. Der nächste, „richtig gute“ Super-Mond wird dann erst 2029 über Altena erstrahlen. „Ich würde es deshalb jetzt nutzen“, erklärt Prof. Dr. Susanne Hüttemeister lachend. Außerdem sagt der recht zuverlässige norwegische Wetterdienst gute Bedingungen voraus: Es soll trocken bleiben und nur teilweise bewölkt sein. „Es gibt also was Anständiges zu sehen!“

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