Hunderte Besucher auf der Burg

7. Mittelalterfest in Altena in vollem Gange

Mit Gaukelei und Musik begann Tag 1 des 7. Mittelalterfestes am Freitag, 31. Juli. Im Mittelpunkt die Künstlerinnen Beatrix (links) und Maren Söhnlein. Foto: Hornemann

Altena -  „Um Himmels Willen nicht nach vorn oder hinten beugen. Schön stehen bleiben!“ – Gaukler Kaspar und sein Kumpan Lupus hatten Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper und Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein fest im Griff.

Zur Gaudi der vielen hunderte Besucher, die am Freitag, 31. Juli, ab 17.30 Uhr auf die Burg Altena strömten, versuchte sich das Gespann an Bällen und Keulen. Doch das mit dem Jonglieren klappte nicht so richtig. Sei’s drum! Denn nach einer kurzen, knackigen Rede in der er besonders den Sponsoren und an der Festorganisation beteiligten Personen dankte, fragte Dr. Andreas Hollstein: „Wollt ihr Bier?“ – War diese Frage schon mehr rhetorisch, schallte es ihm sofort viel hundertfach entgegen. „Ja, aber bitte mit gut gefüllten Gläsern!“

Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper hatte „voller Freude die Menschen aus Altena, der Umgebung und nah und fern auf einer der schönsten Burgen Südwestfalens“ begrüßt. Unter „Handgeklapper“ stellte sie stolz fest, dass sich seit der Inbetriebnahme des Event-Aufzuges die Zahl der Burgbesucher auf jährlich knapp 150 000 Personen „fast verdreifacht hat.“ Kurz streifte sie das Programm mit Edlen, Rittern, schönen Fräuleins, Wahrsagern, Gauklern und Musikern und stellte fest: „Das Angebot kommt an, feiern Sie alle kräftig mit!“. Das riet auch Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein. „Viele Worte wollt ihr nicht hören. Das gute Wetter hat sich eingestellt und der Markt ist sogar um rund ein Drittel größer geworden. „Ich wünsche einfach allen Besuchern viel Spaß und Freude!“

Den hatten zuvor schon lautstark die Männer um Matthias Schmoll, Chef der Artillerie Evingsen, gehabt. Ihre 5. Böller halten laut über die Stadt und signalisierten allen, die nicht anwesend waren, „jetzt läuft das Fest!“  

„Ein Bier bitte!“ – Diesen Satz hörten die Gastwirte in der erstmals durch und durch mittelalterlichen Taverne auf Burg Altena zum Aufakt am Freitag, 31. Juli, häufig. Neben Kirschbier und allerlei exotischem Gebräu erwies sich aber auch das 1. Altenaer Mittelalter-Bräu, eine Spezialabfertigung der Krombacher Brauerei, als Verkaufsschlager. Es fand reißend Absatz.

Gaukelei, Musik und Schabernack zum Festauftakt

Mit Bier - oder besser dem Anschlagen eines Fässchens, kennt sich auch Altenas erster Bürger bestens aus. „Na ja, nach 16 Jahren muss ich das auch können“, flachste Dr. Andreas Hollstein. Weil aber ein kleiner Drehverschluss fehlte, musste er zwei Mal den Hammer ansetzen, ehe das Bier in die Gläser schoss. Lange Schlangen bildeten sich vor der Musikbühne, auf der die Bands bereits ab 18 Uhr (Nordhammer) und ab 19.30 Uhr (Die Streuner) zeigten, wie im Mittelalter Musik gemacht wurde. Bravo dafür! Und die gut gelaunte Menge sparte in der Tat nicht mit Handgeklapper.

Dass sie sich selbst nicht so wichtig nimmt, stellte Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper fest. „Ich bin als B-Promi vom Kreis hier. Landrat Thomas Gemke hat noch Urlaub“, sagte sie. Doch ihre Ansprache traf den Nerv des Publikums, wurde immer wieder von Beifall unterbrochen. Heute, am Samstag, 1. August und Sonntag, am 2. August, geht das bunte Treiben an der Lenneuferstraße und mitten in der Stadt sowie auf der Burg weiter. Ritter, Gaukler, Gastwirte und Halunken sind in der Stadt...

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