Stadt Altena setzt ein besonderes Zeichen

102 zusätzliche Flüchtlinge in Altena angekommen

+
Aus Hamm, Olpe und Duisburg kamen die Flüchtlinge nach Altena. 

Altena - Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe. Die Stadt Altena hat  ein besonderes Zeichen gesetzt – und 102 Flüchtlinge – zusätzlich – in der Burgstadt aufgenommen. 33 Afghanen, 52 Syrer und 17 Iraker reisten mit verschiedenen Bussen aus Hamm, Olpe und Duisburg an

„Das haben wir bis jetzt richtig klasse hingekriegt. Ich möchte sagen, das ist eine Meisterleistung von THW, DRK, und Feuerwehr. Alle Wohnungen sind fertig. Mein Dank gilt aber ohne Einschränkung einfach allen Menschen, die mitgeholfen haben.“ Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein standen Anspannung und Freude am Freitag ins Gesicht geschrieben. Er nahm persönlich ab 10 Uhr 102 neue Flüchtlinge im Pfarrheim St. Matthäus in Empfang. 14.50 Uhr kam die letzte Familie. Eine fehlt jetzt noch.

„Ich wollte keinen Medienrummel heute, habe alle überregionalen Anfragen von Zeitungen und Fernseh-Sendern abgesagt. Das ist hier heute keine Schauveranstaltung“, sagte das Stadtoberhaupt.

Dank und Anerkennung für alle Helfer

Nochmals sprach er Dank und Anerkennung an die aus, „die geholfen haben. Als da sind neben den Bürgern, die Kirchen und das Stellwerk. Ich lobe nicht oft mein Rathaus. Aber heute stelle ich fest, was hier in Sachen Logistik und Abwicklung in der Vorbereitung des heutigen Tages geleistet worden ist, war toll. Alle haben wirklich geknechtet und tun es weiter.“ Alexander Fischer, DRK, sprach für viele: „Wir haben oft an einem Tag vier Wohnungen eingerichtet. Geschleppt, geschuftet und gemacht. Es ging fast immer bis unters Dach.“

Recht homogene Gruppe

Bürgermeister Hollstein begrüßte die Flüchtlinge persönlich

„Alle Personen, die heute gekommen sind, haben eine Bleibeperspektive“, unterstrich Hollstein. Die Gruppe sei recht homogen. „80 Prozent sind Familien oder Frauen mit Kindern. Lediglich jeder fünfte Flüchtling kommt ohne Anhang, ist also allein.“ Die Altenaer Baugesellschaft, ABG, aber auch viele Bürger, hätten es ermöglicht, diese Menschen in „über 20 Wohnungen über das ganze Stadtgebiet zu verteilen.“ Ganz wichtig nach Ansicht Hollsteins und aller Helfer: Jeder Wohnungsinhaber bekommt einen persönlichen Kümmerer an die Hand. Er oder sie soll die Schutzsuchtenden dann beim Eingewöhnen in Altena begleiten und ihnen gezielt helfen.

Formelles im Pfarrheim

Am Freitag galt es im Pfarrheim auch Formelles zu absolvieren. So wurden noch einmal alle persönlichen Daten und Fakten gecheckt, Namen, Sprachkenntnisse und Berufsausbildungen erfasst. Dafür standen dem beteiligten Helferteam aus Stadt und Stellwerk Dolmetscher zur Verfügung. So war es kein Problem, auf Arabisch oder Englisch zu kommunizieren. Möglich machten das Flüchtlinge, die schon längere Zeit in Altena sind und vom Stellwerk betreut werden. Spontan gemeldet hatte sich etwa Mulham Dubel. Dessen Kümmerer ist Petra Conredel seit ein paar Wochen.

Gute Zusammenarbeit mit der Bezirksregierung

Die Zusammenarbeit mit der Bezirksregierung in Arnsberg, auch das sagte Hollstein klar und deutlich, „ist sehr gut gelaufen. Wir haben alle Unterlagen und Listen, die wir benötigt haben, umgehend und schnell erhalten. Da gab es keine Probleme.“ „Seinen Altenaern“ gab der Bürgermeister mit auf den Weg, „diese Menschen als neue Mitbewohner auf Zeit oder sogar dauerhaft zu integrieren und herzlich aufzunehmen.“ Er könne sich gut vorstellen, dass unter den Flüchtlingen, „künftige Fuß- und Handballer sind oder gar Feuerwehrleute beziehungsweise Personen, die sich caritativ engagieren wollen. Da ist sicher alles vertreten.“

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare