Erhöhte Nachfrage nach Bankschließfächern in Altena

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Tomislav Majic, Pressesprecher der Sparkasse im Märkischen Kreis, zeigt ein Schließfach in einem Sparkassen-Tresor.

Altena - Die höhere Einbruchsrate lässt die Nachfrage nach Bankschließfächern steigen. Die Menschen wollen ihre wertvollen Sachen sicher wissen und nutzen das Angebot ihrer Banken.

Auch in Altena ist die Nachfrage insgesamt gestiegen, die Kapazitäten sind aber noch nicht in allen Banken ausgeschöpft. Besonders die Sparkasse merkt die erhöhte Nachfrage: Für rund 9000 Kunden stehen in der Burgstadt 491 Schließfächer zur Verfügung. „Alle sind belegt“, sagt Tomislav Majic, Pressesprecher der Sparkasse im Märkischen Kreis. Es werde bereits eine Warteliste geführt, auf der bisher fast 40 Kunden aufgelistet seien. Und das sei kein Einzelfall, in anderen Städten sehe es ähnlich aus.

Zwischen 25 und 90 Euro kostet ein Schließfach bei der Sparkasse. Die Kunden können zwischen fünf verschiedenen Größen wählen. Ein Fach in dem Tresorraum kann nur mit zwei Schlüsseln geöffnet werden – einen hat der Kunde, den anderen besitzt die Bank. Auch bei der Volksbank in Altena werden die Fächer „mehr als früher“ genutzt, so Annabell Steiner von der Volksbank im Märkischen Kreis. An den zwei Standorten in Altena – in Dahle und an der Lennestraße in der Innenstadt – sind aber noch Schließfächer zu vermieten. 272 Fächer in drei verschiedenen Größen gibt es in der Hauptfiliale an der Lennestraße. 98 davon sind vermietet. In der Geschäftstelle in Dahle gibt es 212 Fächer, von denen noch 81 frei sind. Die Preise je nach Größe des Faches liegen zwischen rund 42 und 119 Euro.

Die Filiale der Commerzbank an der Lennestraße betreut rund 4100 Kunden. Für die stehen 168 Schließfächer zur Verfügung. „30 Prozent davon sind noch frei“, sagt Birgit Müller, Pressesprecherin der Commerzbank für den Bereich Westfalen. Die Preise für die Fächer der Volksbank beginnen bei 75 Euro für ein Din-A4-großes Schließfach. Die Fächer befinden sich – wie in eigentlich jeder Bank – in einem Tresorraum. „In den Tresorraum kommt der Kunde in der Regel nur in Begleitung eines Bankmitarbeiters, der den Raum aufschließt“, erklärt Birgit Gogolin, Filialdirektorin der Commerzbank-Filiale in Altena.

Auch in der Filiale der Deutschen Bank wurde eine stabile Nachfrage nach Schließfächern festgestellt, so ein Sprecher dieses Geldinstituts. Solle es irgendwann dazu kommen, dass die Kapazitäten in der Filiale ausgeschöpft seien, würde den Kunden ein Fach in nahegelegenen Standorten angeboten, heißt es weiter.

Der Inhalt der Schließfacher ist den Banken unbekannt. Es gibt lediglich Vorgaben, die im Vertrag geregelt sind. Mieter dürfen die Fächer beispielsweise nicht für „gefährliche und feuergefährliche“ Sachen nutzen, so Lavinia Heße, Pressesprecherein der Volksbank im Märkischen Kreis. Die Kunden nutzen sie nicht nur für Wertsachen, viele bringen auch wichtige Dokumente wie Versicherungspolicen und Testamente dorthin, weiß Tomislav Majic.

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