Abschied von der Ausbildungsgesellschaft Mittel-Lenne

Klaus Linne verlässt Ausbildungsgesellschaft nach 48 Jahren

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Letzter Arbeitstag für Klaus Linne bei der Ausbildungsgesellschaft Mittel-Lenne. Im Bild mit Azubis. 

Altena - Eine Ära ging am Mittwoch an der Gennaer Straße 63 in Iserlohn-Letmathe zu Ende. Im Beisein seiner Ehefrau, von Kollegen und Vertretern vieler heimischer Unternehmen, nahm Klaus Linne Abschied. Abschied von der Ausbildungsgesellschaft Mittel-Lenne, ABG, der er auf den Tag genau 48 Jahre die Treue gehalten hatte.

„Lieber Klaus. Heute ist nun der Tag, den du dir gewünscht hattest. Ruhestand!“ – Launisch und ein wenig mit Augenzwinkern – entließ Andreas Weber, Geschäftsführer der Ausbildungsgesellschaft, seinen „dienstältesten“ Mitarbeiter in den „Unruhestand.“ Neben einer ausführlichen Rückschau auf fast fünf Jahrzehnte im Dienste der Gesellschaft, machte er Linne aber auch einige Angebote. „Wir würden uns freuen, wenn du 1. den Prüfungsausschüssen erhalten bleibst; 2. wenn du ab und zu noch einmal hier vorbeischaust, ob noch alles läuft und 3. steht mein/unser Angebot, dass du jederzeit bei uns als Dozent, zum Beispiel in der Prüfungsvorbereitung, anheuern kannst.“

Zuvor hatte Weber noch einmal ausführlich den Werdegang Linnes gewürdigt. Der hatte am 15. August 1967 zunächst eine Ausbildung als Maschinenschlosser bei der damals noch unter „Lehrwerkstatt Altena GmbH“ firmierenden Gesellschaft absolviert. Es folgten viele Weiterbildungsmaßnahmen, Meisterkurse, Prüfungen und Zertifikate. Weber anerkennend: „In diesen 48 Jahren deiner Tätigkeit hier, übrigens mehr als die Hälfte der Zeit, in der die Ausbildungsgesellschaft überhaupt existiert, hast du dich ständig weitergebildet und weiterentwickelt. Ich möchte mit Dank und Anerkennung sagen: Du hast die ABG nicht nur begleitet, sondern auch ein Stück weit entscheidend mit geprägt.“

Linne selbst freute sich über viele kleine Geschenke von Unternehmensvertretern und einen stattlichen Blumenstrauß für seine Frau. Von den Kollegen gab es einen Präsentkorb und ebenfalls nette Worte in Sachen Zusammenarbeit.

Er selbst sagte: „Ich war immer gerne Ausbilder. Es hat mir einfach Freude gemacht, mit jungen Leuten zu arbeiten.“ Rein überschlagsmäßig habe er Zeit seines Berufslebens etwa 2700 Auszubildende der Fachrichtungen Werkzeugmacher, Zerspanungsmechaniker, Verfahrensmechaniker, Mechatroniker, Energieanlagenelektroniker, Technische Zeichner, Maschinen- und Anlagenführer, Teilezurichter und Drahtzieher (heute Fachkraft für Metalltechnik) erfolgreich ausgebildet. Hinzu kamen noch einmal mehr als 300 Umschüler und Migranten, die er fit für den Beruf machte. „Wir hatten schöne Tage hier, aber auch traurige“. Damit spielte er auf einige tödliche Unfälle von jungen Azubis auf dem Weg zur Ausbildungsgesellschaft an. Linne abschließend: „Wir produzieren heute für die Industrie. Das ist gut so und eben besser, als nur zu Übungszwecken und dann für den Schrottcontainer.“ ABG-Chef Andreas Weber abschließend: „Genieß deinen Unruhestand. Deiner Frau und dir alles Gute dazu!“

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