Mediterranes im Finanzamt: Täglich frisch und lecker

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Zum 1. Februar hat Maria Ana Sypli (r.) die Kantine im Finanzamt am Winkelsen übernommen. Hier wird täglich frisch gekocht, links hilft ihr Maria Argebay. Sie ist eine von insgesamt drei Angestellten, die der Betreiberin zur Hand gehen.

Altena - Penne alla Salmon, Lasagna oder doch lieber Chili con Carne, ein knackiges Brötchen beziehungsweise heiße Waffeln? – Die rund 100 Bediensteten des Finanzamtes am Winkelsen haben seit Montag die Wahl. Maria Ana Sypli hat als neue Pächterin die Kantine übernommen. Ihr zur Seite stehen drei weitere Mitarbeiterinnen.

„Wir sind froh darüber“, sagt Finanzamts-Sprecher Friedo Vorderbrück. Auch er geht gerne in die Kantine, die jetzt einen Hauch mediterranes Flair in die Burgstadt bringt. „Die südländischen Wurzeln der Küchencrew machen sich bemerkbar“, sagt Vorderbrück. Auf der Karte stehen Speisen wie die oben genannten, aber auch Pizza, Pasta, Fisch und deutsche Hausmannskost. „Man kann sagen: Das alles wird zu vernünftigen Preisen und stets frisch zubereitet angeboten, das sollte Lust auf mehr machen“, wirbt Vorderbrück.

Nicht nur die 100 Kolleginnen und Kollegen des Hauses können nämlich von 8.30 bis 13.30 Uhr in der Kantine der Behörde einkehren. „Willkommen sind auch Besucher, Anwohner und jeder, der Appetit auf eine gute Küche hat“, so der Sprecher. Das habe in der Vergangenheit durchaus funktioniert. „Die jungen Leute der Ausbildungsgesellschaft, früher auch die Mitarbeiter von Saleen, waren häufig zu Gast bei uns.“ 

Ob Maria Ana Sypli auch künftig mit Nicht-Behörden-Besuchern in großem Stil rechnen kann? „Wir wünschen es ihr von Herzen“, sagt Vorderbrück. Zum 31. Dezember war die bisherige Pächterin in den Ruhestand gegangen. Die Nachfolgerin fand das Finanzamt übrigens durch eine Annonce im Anzeigenblatt Der Bote aus dem Hause des Märkischen Zeitungsverlages. .

„Wir versorgen uns mit einer kleinen Küche und der entsprechenden Ausstattung (Mikrowelle) selbst“, sagte auf Anfrage Amtsgerichtsdirektor Neuhoff. „Eine Kantine haben wir nicht. Das würde sich nicht rechnen.“

„So lange ich beim Märkischen Kreis tätig bin, und das geht jetzt ins 16. Jahr, gab es schon keine Kantine mehr in Altena“, stellte Kreis-Sprecher Hendrik Klein fest. Allerdings biete der Märkische Kreis am Hauptdienstsitz in Lüdenscheid sehr wohl dieses Angebot an.

„Unser Bistro und die Caféteria stehen täglich natürlich auch für Besucher und Gäste des St. Vinzenz-Krankenhauses zur Verfügung“, hieß es aus dem Hospital an der Bornstraße. Man verwöhne neben den Patienten natürlich auch Gäste von außerhalb, biete dazu teilweise gut angenommene Verwöhn- und Mottowochen an. „Wir haben viele Stammkunden und darüber freuen wir uns.“

Im vergangenen Jahr habe VDM Metals für die Kantine zwei neue Köche eingestellt. Das habe sich ausgezahlt, hieß es aus der Pressestelle. Denn das, was die beiden auf den Tisch brächten, käme gut bei der Belegschaft an. Der Mix aus veganen und deftigen Speisen, aber auch Mediterranem oder Aufläufen mit Gemüse, komme sowohl den schwer körperlich arbeitenden Kollegen entgegen, als auch Personen, die am Schreibtisch tätig seien. Die Geschäftsleitung habe viel Wert auf Frische gelegt und das werde auch beherzigt. Zudem sei der freundliche Kantinenraum gut geeignet, ein wenig Abstand vom Berufsalltag zu finden.

„Wir betreiben eine Kantine und ein Restaurant“, sagte auf Anfrage Christa van der Beck, Einrichtungsleiterin des Ellen-Scheuner-Hauses. Es sei für jedermann möglich zu frühstücken, zu Mittag zu essen, am Nachmittag gemütlich Kaffee zu trinken und sogar Abendbrot einzunehmen. „Aus organisatorischen Gründen ist es allerdings erforderlich, dass sich außer-Haus-Gäste mindestens einen Tag vorher anmelden“, so van der Beck.

„Wir haben mittlerweile viele Stammgäste von außerhalb. Die Küche legt Wert auf Frische und kommt mit diesem Konzept gut an.“

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