Gemeinde macht sich neu auf den Weg

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Pfarrer Ulrich Schmalenbach setzt auf den Sachverstand seiner Gemeinde.

Altena - Auf zwei Seiten beschreibt Pfarrer Ulrich Schmalenbach, St. Matthäus, in der neuen Ausgabe des „Turmspiegel“ die Pfarrentwicklung, kurz pep.

Er lädt darin ausdrücklich alle Katholiken aus St. Matthäus, St. Theresia und St. Josef, Nachrodt, ein, „auf vielfältige Weise ins Gespräch zu kommen, um Kirche fit für das Jahr 2030 zu machen.“ Schmalenbach reißt kurz den bereits in vollem Gange befindlichen Wandlungsprozess an. Stichworte dazu: Der demographische Faktor mit einem deutlich spürbaren Schwund der Gemeinden; Kirchenaustritte; die Strukturkrise in weiten Teilen des Bistums Essen, die auch Altena nicht ausnimmt; die weiter abnehmende Zahl von aktiven Christen in den Gemeinden. „In einem Prozess von zwei Jahren wollen wir ausloten, wie wir in der Zukunft Kirche vor Ort gestalten wollen. Diesem Prozess müssen wir uns stellen“, mahnt der Seelsorger an.

Seelsorger mahnt

Am 16. März 2015 wurden die Gremien durch Vertreter des Generalvikariats über den bevorstehenden Prozess informiert. Bis Ende 2017 sollen „entscheidungsreife Konzepte für die weitere Entwicklung der katholischen Kirchen in Altena, Evingsen und Nachrodt-Wiblingwerde entwickelt werden“, teilt Schmalenbach mit. Mit einer Klausurtagung am 20. November 2015 wurde der Prozess am Ort gestartet, ein eigener Koordinierungsausschuss gebildet. Dem gehören neben den Priestern viele im Ehrenamt tätige Katholiken und natürlich sämtlicher pfarr- und überpfarrlichen Gremien an. Auf einer zweiten Sitzung am 25. Februar 2016 wurden zudem zwei Arbeitsgruppen eingerichtet. Einmal für wirtschaftliche Fragen, dann ein Kreis für pastorale Fragen. Beide Kreise suchen weiterhin interessierte Personen, die sich mit ihrem Fachwissen einbringen wollen.

Fachwissen

Wer dafür keine Zeit hat oder erübrigen kann, kann sich auch unter pep-matthaeus@bistum-essen.de an beide Arbeitskreise per E-Mail wenden und Vorschläge unterbreiten. Weiter hat Schmalenbach in den Kirchen Briefkästen aufgehängt, wo auch nichtvernetzte Gemeindemitglieder ihre Beiträge einbringen können. Geplant ist, die Christen durch regelmäßige Gemeindeversammlungen über den aktuellen Stand auf dem Laufenden zu halten. „Es ist mein Ziel, möglichst viele in diesem Prozess mitzunehmen“, sagt Schmalenbach.

Arbeiten Sie mit!

 Er appelliert an seine Gemeinden: „Lassen Sie sich darauf ein. Es geht um die Kirche der Zukunft.“ Christsein gelinge nicht mit einem einfachen neuen Marketingkonzept, „sondern nur mit gemeinsam gelebtem Glauben!“

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