Diskussion um mögliche Markaner-Kreisel-Gestaltung geht weiter

Bürgermeister ist für Kreisel-Gestaltung offen

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Strom und Wasser (siehe Rohr und Gully) liegen auf dem Grün des Markaner-Kreisels und sind auch nutzbar.

Altena -   Er sei für „Anregungen aus der Bürgerschaft grundsätzlich offen“. So reagiert Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein auf den Vorstoß von Metallbildner David Ritz, auf dem Markaner-Kreisel eine Skulptur zu errichten.

Allerdings verwies das Stadtoberhaupt auf Anfrage auch auf die zurzeit gültige Rechtslage hin. Es gebe einen gültigen Ratsbeschluss, der klar aussage, dass eine besondere Gestaltung an dieser Stelle nicht gewünscht sei. Bewusst habe die Stadt Strom und Wasser im Kreisel installiert, „damit Vereine, Verbände oder wer immer hier in Absprache mit uns werben will, optimale Möglichkeiten dazu haben.“

Ob es nun das Werbebanner für das Schützenfest in Evingsen sei, die Alwewo beworben werde oder zu Weihnachten der beleuchtete große Christbaum hier stehe. „Das war einst unser gemeinsames Anliegen.“ Geld für eine Gestaltung in fünfstelliger Höhe habe die Stadt nicht und dürfe es für diese Art von Gestaltung auch gar nicht ausgeben. „Ich persönlich möchte meinen Geschmack nicht zu einem möglichen Maßstab der Gestaltung erheben. Doch wenn sich Bürger finden, der politisch korrekte Weg beschritten wird, warum sollte man nicht neu über das Thema reden“, zeigt sich Hollstein offen.

Ulrich Wiegmann sieht den Ritz-Vorschlag kritisch. Die Skultpur ist ihm zu groß und zu teuer. Auch einen Werbeeffekt zweifelt der Altenaer an. Den Christbaum in der Advents- und Weihnachtszeit mag Wiegmann ausdrücklich an dieser Stelle. „Die Ritz-Abqualifizierung gefällt mir nicht.“. Er regt einen Kompromiss an: gesponserte Bodenhülse einlassen und zum Beispiel wechselweise eine Drahtkrone oder ritterliche Symbole einsetzen.

Regina Meier erinnert daran, dass eine Gestaltung Autofahrer nicht ablenken oder gar behindern dürfe. Einige Kunstgegenstände in der Stadt hält sie für absolut überflüssig. Der Stadt rät sie, große Hinweisschilder in Sachen Aufzug aufzustellen, die auch der Vorbeifahrende lesen könne. Um die Kosten für eine mögliche Skulptur zu senken, kann sich Regina Meier auch vorstellen, Metall aus Schrott zu verwenden.

von Johannes Bonnekoh

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