16-jährige Bernadette ist wieder zu Besuch in Deutschland

Mädchen aus Jerusalem kann vollständig genesen

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Bernadette mit Eva Pungel. Die Dahlerin hat sich um die Behandlung ihres Schützlings gekümmert.

Altena - Bernadette Salama ist nach Deutschland zurückgekehrt, um sich einer abschließende Operation zur Heilung ihrer angeboren Hüftfehlstellung zu unterziehen. Im Schwerter Marienkrankenhaus wurde die massive Stahlplatte nebst der dicken Schrauben entfernt, die das Gelenk in Form brachten.

Laut Prognose ihres Arztes wird die junge Frau vollständig genesen. Eine Berufsperspektive hat sie schon.Viele Altenaer haben großen Anteil an Bernadettes Geschichte genommen, als sie 2014 zur Behandlung in Deutschland ankam. Die Dahlerin Eva Pungel hatte sich der Schülerin angenommen und die medizinische Behandlung in Deutschland ermöglicht. Kennengelernt hatten sich beide während einer der häufigen Jerusalem-Reisen von Eva Pungel. Da hatte die Dahlerin sich Kindern aus dem örtlichen Kinderheim angenommen und sie im Rahmen ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit zum Zahnarzt begleitet. Bernadette war ihr aufgefallen. Sie humpelte.

Drei bis vier Wochen bleibt Berndadette Salama in Deutchland

Davon ist heute nicht mehr viel zu sehen. Das Gehen fällt der jungen Frau nun nur noch schwer, weil sie sich von der frischen Operation erholt. Lange hatte sie sich nach dem ersten Eingriff in 2014 bei Eva Pungel in Dahle versorgen lassen. Zurück in Jerusalem hatte sie ohne medizinische Nachsorge fleißig weitertrainiert. Die korrigierende Operation an der Hüftpfanne hat ihren Zweck erfüllt. Bernadette wird normal gehen und stehen können, die Mediziner sind mit ihren Fortschritten sehr zufrieden.

Drei bis vier Wochen bleibt sie insgesamt in Deutschland. Auf das Wiedersehen mit ihrer Ferienmutter hat sie sich sehr gefreut. „Nach der Landung haben wir erst mal Spaghettieis gegessen. Das mag Bernadette am Liebsten.“

Jetzt will die 16-Jährige eine Ausbildung zur Köchin machen

Zweitschönste Neuigkeit nach der positiven ärztlichen Prognose im Schwerter Krankenhaus: Bernadette wird eine Ausbildung beginnen können. Köchin will sie werden, den Platz an der überbetrieblichen Ausbildungsstätte hat sie schon. Ohne die erfolgreiche medizinische Behandlung und das Engagement Eva Pungels wäre das nicht ohne weiteres möglich gewesen. Jetzt, wo’s mit dem Laufen gut läuft, möchte sie sich schicke und bequeme Schuhe kaufen. Sie übt diszipliniert und Eva Pungel ist zuversichtlich, dass beide gemeinsam am Wochenende schon den Burgberg besteigen können, um den Mittelaltermarkt zu besuchen. Sonntag geht’s in die evangelische Kirche im Dorf, wo Bernadette viele Bekannte wiedertreffen wird. Nach ihrem ersten langen Aufenthalt in Dahle gehört der Teenager schon dazu. Viele Bürger boten spontan Hilfe an, um den Genesungsaufenthalt Bernadettes zu unterstützen.

Ein Sparschweinchen hatte Eva Pungel vorsorglich doch gefüllt, falls Flug- und Behandlungskosten nicht durch Spenden und die Mithilfe der Organisation „Löwenherz“ gedeckt sein sollten. Da kommt immer Eva Pungels Vortragshonorar rein. Von schönen Begegnungen in Jerusalem berichtet sie schließlich gern und viel.

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