Lutherkirche: Sanierung geht voran

Ein Schwamm gegen Ruß

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Nicole Heitbreder und Linda Stenke (r.) stehen auf dem Gerüst an der Westseite der Lutherkirche.

Altena Zwei Restauratorinnen säubern die Maßwerke an den Lutherkirchen-Fenstern.

„Wir kommen gut voran!“ Das sagen Nicole Heitbreder und Linda Stenke und setzen ihre Arbeit unvermindert fort. Die beiden jungen Frauen sind Mitarbeiterinnen der Firma Meyer aus Preußisch-Oldendorf und kümmern sich intensiv um die Beseitigung von Brandruß. In mehr als acht Metern Höhe stehen sie auf einem Gerüst an der Westseite der Lutherkirche und gehen ihrer Arbeit nach. „Hier, diese Art Schwamm genügt“, sagt Nicole Heitbreder und hält das kleine Arbeitsgerät hoch.

Arbeitsgerät

Das unscheinbare Arbeitsgerät: Ein Spezialschwamm.

Es ist eine Art Schmirgel in Würfelform, der mit wischenden Bewegungen wieder und wieder über das Mauerwerk der Kirche geführt wird. „Ganz schön aufwändig“, gibt die Naturwerksteinmechanikerin zu. Der Verwunderung ob ihrer Berufsbezeichnung folgt ein schnelles „früher hieß das Steinmetz“. Neun, vielleicht sogar zehn Fenster mit maximalen Höhen von mehr als zehn Meter und im Mittel etwa zwei Meter Breite, sind vom Feuer in der Kirche und damit sichtbaren Rußspuren „massiv betroffen“. Von Hand müssen diese Schichten, die sich in den vergangenen Wochen und Monaten auch noch mit der Feuchtigkeit durch Regen und Schnee verbunden haben, abgetragen/abgewischt werden.

Der Stein liegt frei

Dann liegt der Stein frei. Das darf er aber nicht auf Dauer. „Ich gehe davon aus, dass der Stein wieder verschlossen werden muss“, erläutern die beiden Fachfrauen. Rund um das Maßwerk, so heißen die Kirchenfensterlaibungen im Fachjargon, wird dann eine Lasierung aufgetragen, die den Stein schützt. „Unbedingt notwendig“, sagt Heitbreder. Wann sie und ihre Kollegin mit der Rußreinigung fertig sein werden? „Ich sag’ noch einmal: Wir kommen gut voran. Wenn wir fertig sind, kann der Maler kommen.“

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