Kanalsanierung fast abgeschlossen

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Mit Hacke und Schüppe musste dieser Anchluss von Hussain Cam und Willi Henke freigelegt werden. ▪

ALTENA ▪ Nein, eine Dauer-Kanalbaustelle sei die Lennestraße nicht. Das betont Marc Bunse, Geschäftsführer der Stadtwerke. Und wenn ein Bürger den Eindruck habe, hier stünden ja schon seit ewigen Zeiten die gelben und weißen Kanaluntersuchungsfahrzeuge heimischer Fachunternehmen in der Fußgängerzone, „dann ist das nur subjektiv so“, sagt der Stadtwerke-Chef.

Richtig sei: „Wir haben es in der Lennestraße mit drei Kriterien zu tun, die die ganze Aktion in die Länge ziehen. Nämlich:

1. Die Arbeiten im Umfeld der Burgaufzugs-Baustelle schnell und zügig zu erledigen;

2. die Belästigung so gering wie möglich zu halten;

3. aus Provisorien bei den Hausanschlüssen die Endfassung zu gestalten.“

Der Kanal entlang der Lennestraße sei so marode gewesen, dass eine Sanierung zwingend notwendig gewesen sei. „Wir haben noch Glück gehabt: Ein Jahr weiterer Zeitverzug und wir hätten die Straße aufmachen müssen. So aber konnten wir im so genannten Inliner-Verfahren arbeiten.“ Gemeint ist damit, dass nach der Kamera-Untersuchung des Kanals eine Art Luftballon-Schlauch an die schadhaften Stellen gebracht wurde. „Der wurde aufgeblasen, musste mit UV-Licht bestrahlt werden und dann aushärten. Fertig. Dafür waren eben keine Erdarbeiten nötig“, so Bunse. Diese Kunststoffhülle – also ein Rohr im Rohr – garantiere jetzt eine dauerhafte Dichtigkeit des Abwasserkanals.

Aktuell werden in dieser und der kommenden Woche letzten Endes alle bis zu 100 Hausanschlüsse entlang der Lennestraße passgenau auf die sanierten Rohre eingefräst. Bisher musste man sich unter der Erde mit einem provisorischen Behelf zufrieden geben.

Bunse ist dennoch sicher, die Belastung für Bürger und den Handel „so gering wie möglich gehalten zu haben.“ Deshalb kam es bei seinem Unternehmen auch zu keinerlei Beschwerden. ▪ job

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