Leitungsbau am Kohlhagen steht kurz vor dem Abschluss

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Das ist der vorletzte der neun Bauabschnitte am Kohlhagener Weg. Ralf Berlet ist zuversichtlich, dass die Straße an Weihnachten wieder durchgängig befahrbar ist

Altena - Am Kohlhagener Weg ist der Leitungsbau im vorletzten der insgesamt neun Bauabschnitte beinahe fertig. Ralf Berlet von den Stadtwerken ist verhalten optimistisch, dass die Straße noch vor Weihnachten wieder durchgängig befahrbar sein könnte.

Ein Blick in die Grube zeigt die Problematik dieser Baustelle: Im Kohlhagener Weg liegen mehr Leitungen als anderswo. Zur Gasleitung der Stadtwerke gesellt sich eine Hochdruckleitung der Ferngasversorgung. Für Strom, Telefon- und Datenleitungen werden insgesamt sieben Leerrohre verlegt, hinzu kommt noch die Wasserleitung. Nur der Kanal bleibt, wo er ist – der sei vor einigen Jahren erst erneuert worden, berichtet Berlet. 

Viele Leitungen, viele Zuständigkeiten

Viele Leitungen bedeuten auch, dass es viele Zuständigkeiten gibt. Hier kommt Konstantinos Chalkidis ins Spiel: Er ist Meister bei den Stadtwerken und für die Koordination der Baumaßnahme zuständig. Immer donnerstags treffen sich alle Beteiligten und sprechen ab, wie es weitergehen soll. Inzwischen läuft das völlig reibungslos: Mitarbeiter der Mendener Firma Krutmann reißen die Straße auf und baggern den Graben aus, in dem die Rohre verlegt werden. Auch um die Leerrohre kümmern sich die Tiefbauer – Post und Telekom werden ihre Kabel später dort einziehen. 

Dick eingepackt wurden die provisorischen Hauptanschlüsse – wenn es richtig friert, könnte es trotzdem Probleme geben

Gas- und Wasserleitungen werden von Mitarbeitern der Stadtwerke verlegt, die Hochdruckleitung übernimmt eine von der Westfälischen Ferngas beauftragte Fachfirma. „Das klappt völlig reibungslos“, freut sich Berlet über das Zusammenspiel der vielen Beteiligten. Berlet ist zuversichtlich, dass die Verlegung der Leitungen in diesem Jahr abgeschlossen werden kann – „aber das hängt natürlich auch vom Wetter ab“. Gut wäre es, wenn die provisorische Wasserleitung, die die Anwohner in der Bauphase versorgt, vor dem ersten großen Frost wieder abgebaut werden könnte – wenn nicht, müsse man eventuell über Maßnahmen wie eine Rohrheizung nachdenken, sagte Berlet. 

Buchholzstraße und Kohlhagener Weg bald wieder Schleichweg

Der Ausbau der unteren Straßenhälfte werde erst 2017 erfolgen können, meint der Stadtwerke-Techniker. An der oberen Hälfte kann man aber sehen, dass die Anlieger sich auf jeden Fall verbessern. Die Mini-Bürgersteige, bisher eher ein Hindernis, sind verschwunden, es gibt eine durchgängige Fläche für alle Verkehrsteilnehmer. Nur eins werden die Bürger wohl vermissen: Die himmlische Ruhe, die während der Bauarbeiten herrschte – wenn die Baustelle verschwunden ist, werden Buchholzstraße und Kohlhagener Weg ziemlich sicher wieder als Schleichweg zwischen Lennetal und Nette missbraucht.

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