Stadtsportverband vermisst eine Sportförderung

Vorsitzender Günter Kauert führte durch die Jahreshauptversammlung. Er will mit dem Vorstand einen entsprechenden Antrag zum Erhalt des Lehrschwimmbeckens Breitenhagen formulieren. Foto: Hornemann

Altena - Der Stadtsportverband vermisst eine Sportförderung in Altena: Sportwart Ralf Springob machte in der Jahreshauptversammlung deutlich, dass die einst ausgezahlten Gelder in Höhe von 15 000 Euro fehlen.

„Die Mitglieder in den Sportvereinen machen immerhin ein Drittel der Altenaer Bevölkerung aus!“ Schulsportbeauftragter Wolfgang Wilbers hatte auch gerechnet: „Die 30000 Euro, die in ein Sonnensegel am Lenneufer investiert werden, würden drei Jahre das Lehrschwimmbecken am Breitenhagen erhalten!“

Um den Erhalt dieses Schwimmbads will sich der Vorstand kümmern. Einer Beschlussvorlage des Altenaer Canuvereins stimmten die Mitglieder zu, der Vorstand wird eine entsprechende Stellungnahme zur Situation in Rat und Verwaltung einbringen. ACV-Vorsitzende Sabine Bender sieht eine Kostenersparnis darin, das Bad zu sanieren. „Dann fielen auch nicht mehr jährlich 10 000 Euro Betriebskosten dafür an“, erklärte sie am Donnerstag im Haus Mayweg.

Die Aufgabe von Sportstätten ist ein akutes Thema in den Altenaer Vereinen: Die Rahmeder Sportler fürchten ein zusätzliches Ausbluten ihrer Möglichkeiten, wenn auch die Turnhalle der Hauptschule mit deren Schließung aufgegeben wird. Ähnlich sieht die Situation an der auslaufenden Grundschule Evingsen aus. Erquickliche Lösungen bot auch das Referat des zweiten Vorsitzenden des Kreissportbunds, Klaus Scharf, nicht. Er riet Vereinen, die eine Sportstätte übernehmen wollen, die Fachwarte des Landessportbunds mit ins Boot zu holen. Fördervereine seien eine weitere Möglichkeit, die an vielerlei Stellen in der Stadt jedoch schon wieder verworfen wurde.

Positives gab’s zum Glück auch berichten: Sportabzeichenbeauftragte Tanja Noelle verlih Auszeichnungen an die Sportabzeichenjubilare Siegfried Bialuschewski (30), Norbert Proswitz (30), Rita Warland (25), Ulrike Opitz (25) und Klaus-Peter Trappe (20). Mit 33 Abzeichen im Erwachsenenbereich lag die TS Evingsen auf Platz 1, gefolgt vom TSV Altena mit 23 und dem MTV mit 14 Absolventen. Im Jugendbereich lagen TSE (38), MTV (12), TV StR (1) und TSV (1) vorn.

Tanja Noelle will der Sportabzeichenverleihung demnächst einen besonderen Rahmen geben: Sie plant eine Art Sportlerball. Um es potenziellen Absolventen leichter zu machen, kündigte sie Schwimm- und Turntage an. Zudem könnte sie sich vorstellen, nach TSE-Vorbild einen Sportabzeichentag in Altena einzuführen.

Sämtliche großen Spotstätten in der Stadt sind mittlerweile mit Defibrillatoren ausgestattet worden. Um den Umgang mit diesen Geräten zu erlernen, lädt der Stadtsportverband Vertreter sämtlicher Vereine für Mittwoch, 25. März, um 17 Uhr ins Lindscheid-Stadion ein, wo eine umfangreiche Einführung des Herstellers stattfindet, kündigte Geschäftsführer Klaus Hoffmann an.

Bei ihm sind auch bereits viele Termine für Stadtmeisterschaften und offene Wettbewerbe eingegangen. Beweisen können sich Bürger in Disziplinen von Schach bis Waldlauf. Ralf Springob regte an, eine zentrale Terminabsprache für Vereine einzuführen. „Es gibt vielleicht Menschen, die sich für zwei Sportarten interessieren. Es ist schade, wenn sich da Termine für offene Wettbewerbe in die Quere kommen und man als Bürger nicht bei beiden Veranstaltungen vorbeischauen kann.“ von Ina Hornemann

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