Behörden-Parkhaus bleibt Ärgernis

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Das Behörden-Parkhaus steht abends meistens leer. Die freien Flächen nutzt so mancher dann sogar zum Reifenwechsel.

Altena - Das Behörden-Parkhaus in der Bismarckstraße wird abends zweckentfremdet, sagt Rainer Hoffmann vom Ordnungsamt Altena: „Da wird gefeiert, laut Musik gehört und nach den Wochenenden sind die Treppenhäuser vermüllt.“ An diesem Zustand wird sich in Zukunft wohl kaum etwas ändern – zum Leidwesen der Anwohner.

Erstes Problem: „Das Parkhaus wird hauptsächlich von sieben bis 17 Uhr genutzt. Danach ist da so viel Platz, dass man Fußball spielen kann“, sagt Hoffmann. Fußballspiele gibt’s im Behörden-Parkhaus zwar keine, die freien Flächen bleiben trotzdem nicht ungenutzt: „Anwohner berichten von qualmenden Reifen. Außerdem werden vor Ort auch mal die Autos repariert“, berichtet er. Und ab und an müssten die „Leuchtstoffröhren dran glauben“.

Zweites Problem: „Wenn die Polizei vorbeifährt, ist jeder so schlau, sich zu benehmen.“ Es gibt keine rechtliche Handhabe – sich abends und nachts in einem Parkhaus aufzuhalten, ist nicht verboten.

Drittes Problem: Das Parkhaus von 18 bis 6 Uhr zu schließen ist laut Hoffmann aus zwei Gründen keine Option: Zum einen, weil die Anschaffung von Rolltoren und weiteren Absperrungen zu teuer wäre. Zum anderen, „weil bei einem für Autos abgesperrtem Parkhaus immer noch die Möglichkeit besteht, zu Fuß ins Parkhaus zu gelangen“, sagt der Mann vom Ordnungsamt.

Wer hält sich dort auf? Hoffmann bleibt vage: „Das Parkhaus ist für gewisse Gruppen interessant. Früher waren das unter anderem junge Russland-Deutsche, aber die sind dort nicht mehr unterwegs.“

Wie wird es weitergehen? Ein bisschen Hoffnung gibt es: „Ich kenne einen Anwohner, der eine Liste über die Kennzeichen führt. Wer in schöner Regelmäßigkeit beteiligt ist, dem kann ich ein Haus- oder Platzverbot aussprechen.“ Dies sei zwar noch nicht vorgekommen, aber untätig möchte Hoffmann nicht bleiben, denn: „Seit es das Parkhaus gibt, gibt es auch diese Probleme. Aber seit Anfang des Jahres ist es extrem geworden.“

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