Langwierige Erneuerung: Orgel der Lutherkirche wird saniert

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Pfeifenmacher Heinz Schlüter nimmt sich – in der Reformierten Kirche – eine Pfeife nach der anderen vor und reinigt sie vom aggressiven Niederschlag des Brandrauches. Die kleinsten Pfeifen sind gerade einmal so groß wie ein schmaler Bleistift

Altena - Da ist eine ganze Menge zu putzen. Zwischen 1500 und 1600 Pfeifen gehören zur Orgel der Lutherkirche. Alle sind derzeit ausgebaut, um sie nach dem schweren Brand in der Kirche zu reinigen.

Daran und am Wiedereinbau der Technik des Orgelgehäuses arbeiten Orgelbaumeister Thomas Wiggering und Pfeifenmacher Heinz Schlüter. Wiggering konzentriert sich derzeit auf das Gehäuse, Schlüter auf die Pfeifen. Weil sie beim Brand aggressiven Rauchgasen ausgesetzt waren, müssen die metallenen Pfeifen aufwendig gereinigt werden. Das geschieht durch Abwaschen mit einem fettlösenden Wirkstoff auf Basis von Zitronensäure. 

Abschließend muss dann poliert werden. Thomas Wiggering nimmt eine der Pfeifen prüfend in die Hand: „Heinz, die sehen aus wie neu“, sagt er anerkennend. Die Metallpfeifen sind in Altena geblieben, die Holzpfeifen werden in einer Werkstatt aufgearbeitet. Wiggering und Schlüter haben die Arbeiten in dieser Woche aufgenommen, nachdem die Orgel abgerüstet worden war. Neben den Pfeifen geht es um „tausende Teile“ aus Filz und Leder, die allesamt erneuert werden müssen. Auch der elektronische Teil der Orgel hat den Brand nicht überstanden und muss erneuert werden. 

Bis alle Arbeiten abgeschlossen sind, werde es wohl Februar sein, erwartet Wiggering. Erst ganz zum Schluss, das liegt auf der Hand, kann der Feinschliff am Klang der Orgel erfolgen. „Was wir machen“, erklärt Wiggering, „sind die Vorarbeiten, damit das Instrument wieder klingen kann.“ J tk

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