2017 „nicht ohne Schmerzen“

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Einen ganz besonderern Kulturabend gab es im November 2015, als Karsten Wolfewicz die Apollo-Mondmissionen in den Mittelpunkt rückte. Wolfgang Noack, der eigene Produktionen schätzt, wirkte an der Vorbereitung mit.

Altena -   Wolfgang Noack, freiberuflicher Geschäftsführer des Kulturrings, ist seit gut einem halben Jahr am Drücker. Ganz viel hat er sich vor Ort angesehen und ebenso viel nachgedacht über Kulturarbeit am Ort.

Eine große Veranstaltung fehlt dem Wahl-Altenaer gleichwohl noch, und deren Countdown läuft bereits: Die Rede ist vom Mittelalter-Spektakel. „Im letzten Jahr war ich gar nicht in der Stadt“, bekennt Noack. Da werde er also nun „in kaltes Wasser geworfen“, aber das schreckt ihn nicht. Bei einer großen und komplexen Veranstaltung wie dem Mittelaltermarkt würde er auch kurzfristig keine Veränderungen umsetzen wollen, meint Noack.

Auf seiner Agenda stehen gleichwohl Stichworte, die ihm wichtig sind. So verfolgt Noack das Ziel, mit den Kulturangeboten eine größere Zahl junger Leute zu erreichen. „Mehr selbst zu machen, auf eigene Initiative hin“, ist ein weiteres Ziel. Und: „Zugpferde, auch einmal größere Namen zu gewinnen“ für Veranstaltungen in der Burgstadt – auch das habe seinen Charme. Natürlich weiß Noack, dass dann auch finanzielle Voraussetzungen erfüllt werden müssen. „So etwas ist natürlich teurer.“ Da aber nicht die moderaten und vernünftigen Eintrittspreise geopfert werden sollen, an die das Altenaer Publikum aus gutem Grund gewohnt ist, müsse man eben die Gunst von Sponsoren gewinnen – Noack zeigt sich da zuversichtlich. Das gelte für Kultur im Allgemeinen, für Kabarett und Stand-up-Comedy, aber auch für Musikalisches.

Nein, Namen möchte Noack in diesem Zusammenhang natürlich noch nicht nennen. Einer ist ihm aber dann doch zu entlocken: Ulla Meinecke. Mit Titeln wie „Für dich tu ich fast alles...“ und „Die Tänzerin“ war die Sängerin und Komponistin in den 1980er-Jahren im ganzen Land populär. Im Mai nächsten Jahres wird sie in der Burgstadt gastieren.

Interessant wird 2017 aber auch in anderer Hinsicht: Dann steht zum Beispiel die 650-Jahr-Feier Altenas an, denn 1367 erhielt die Gemeinde ihren Freiheitsbrief.

Dieses Jubiläum soll dann auch im Laufe des gesamten Jahres auf verschiedene Weise gewürdigt werden, lässt Noack durchblicken. Eine größere Veranstaltung, die das Jubiläumsjahr „kondensiert“, ist aber gleichfalls ins Auge gefasst. Die Planer denken an Oktober. Ein zweites Mittelalterfest werde das aber nicht sein, verspricht Noack. „Das wird ein Altena-Fest.“ Hinsichtlich der Planungen für 2017 hat sich Noack im Übrigen auf gewisse Unwägbarkeiten eingerichtet, die mit den Umbaumaßnahmen an der Burg Holtzbrinck zu tun haben. „Das wird nicht ohne Schmerzen gehen“, erwartet der Kulturring-Geschäftsführer.

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