Feuerprobe für neuen Kulturring-Chef

Agnes Mühlenhoff ist Hobbit-Preisträgerin

Die ersten Preisträger des Hobbit-Kunstpreise 2015: Hans Raymann (2. Platz), Agnes Mühlenhoff (1. Platz) und Christa Groll (2. Platz).  Foto: Bonnekoh

Altena - „Uns, dem Kulturring Altena, geht es vorrangig ums Selbermachen, sich Einmischen, das sich Trauen. Zukünftig wollen wir diese Komponenten des Selbermachens noch mehr verstärken.“

Diese Worte stellte Wolfgang Noack, neuer Kulturring-Chef, in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen bei der Preisübergabe des Hobby-Kunstpreises „Hobbit“ am Donnerstagabend, 14. Januar, in der Stadtbücherei. „Es ist mein erster öffentlicher Auftritt in der neuen Funktion“, sagte der Nachfolger von Barbara Langos. Doch er meisterte ihn souverän.

 Es wurde viel gelacht, die Stimmung war gelöst, das vielköpfige Publikum offenbar auch mit der Jury-Entscheidung über die Preisträger einverstanden. „Wir haben es uns als Jury nicht leicht gemacht“, sagte Noack. Das könne man schon allein an der Tatsache festmachen, dass es zwei zweite und sogar drei achte Plätze gegeben habe. 21 Bewerbungen von 16 Frauen und fünf Männern lagen der Jury vor. Die Teilnehmer kamen aus Altena (10), Neuenrade (3), Nachrodt (2), Lüdenscheid (2), Plettenberg (2), Hemer (1) und Halver (1). Ihre Kreativität in Öl- oder Acryl-Technik hatten sie sowohl gegenständlich, als auch abstrakt oder dem Jahreszeiten-Zyklus entsprechend in ihren Werken ausgedrückt.

1. Preisträgerin ist Agnes Mühlenhoff aus Hemer mit ihrem Bild „Blauer Ritter der Wüste, Tuareg.“ Die beiden zweiten Plätze teilen sich die Altenaerin Christa Groll mit einem Acryl-Bild „Urlaub am Meer“ und Hans Raymann aus Plettenberg, der der Jury sein „Durchgangstor in der Provence“ vorlegte.

Johannes Köstlin umrahmte die Preisverleihung musikalisch. Dabei intonierte der Kirchenmusiker nicht nur zeitgenössische Komponisten, er spielte auch spontan Stücke „auf Altena, denn Altena ist unglaublich musikalisch.“ So widmete er eine persönliche Improvisation dem Burggymnasium und Wolfgang Noack. „Keine Sorge, ein N gibt es nicht in der Notenlehre“, flachste Köstlin. Noack buchstabierte er musikalisch am E-Piano mit C-H-E- und F-Griffen.

Den Publikumspreis und damit 100 Euro Prämiengeld nahm am Donnerstagabend Ute Nüsken mit nach Hause. Sie hatte das Werk „Im Frühtau“ eingereicht.

Wolfgang Noack kündigte an, künftig „auch große Themen anzupacken.“ Allerdings sei deren Vorbereitung nicht in einem Jahr zu erledigen. Die Mitgliederwerbung für den Kulturring und das bewusste Spaß und Freude haben und erleben am Mittun, das möchte er als sein neues Moment mit in den kulturellen Prozess in der Stadt einbringen. Außer Konkurrenz wurden Donnerstag kurzfristig einige Arbeiten von Sahar al Hendi gezeigt. Die junge Flüchtlingsfrau gehörte zur Gruppe der 102 Personen, die im Oktober in die Burgstadt kamen. Köstlin, der den Kontakt geknüpft hatte, bat die versammelten Künstler „nehmen Sie sie auf in ihren Kreis. Ich bin sicher, das ist eine Bereicherung für beide Seiten.“

Mit einem Wort von Karl Valentin schloss Wolfgang Noack seine Moderation augenzwinkernd ab. Der bayerische Humorist hatte einst festgestellt: „Ohne Preis kein Fleiß!“ – an Agnes Mühlenhoff gerichtet fügte er an, sie habe jetzt die Möglichkeit im Krankenhaus eine eigene Ausstellung zu bestücken. Er freue sich drauf und viele Altenaer sicherlich auch.

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