Künstler Stefan Dressler gestaltet Hauswand

Graffiti wirbt für den Burgaufzug

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Neuer Werbehinweis für den Burgaufzug: Ein stattliches Bild auf einer Hauswand.

Altena - Hausbesitzer Alexander Schmitz, Malermeister Guido Busch und Graffiti-Künstler Stefan Dressler aus Iserlohn waren sich schnell einig: Auf diese Hauswandpasst nur ein Bild, das zum nahen Burgaufzug passt.

Überlegt – geplant – getan: Auf der großen Wandfläche des ehemaligen Geschäftshauses Blumen Risse, an der Lennestraße 40, das der Außen-Sitzgruppe des nahen Restaurantes El Greco zugewandt ist, entsteht zurzeit ein „Appetitmacher“ auf den Besuch des Fahrstuhls zur Burg. Der 48-jährige Dressler ist dabei vier Sagengestalten aus der Märchenwelt der Region auf die zuvor von Guido Busch sanierte und neu gestrichene Wand aufzubringen. Wer genau hinschaut, erkennt (gewollt) in den Figuren Ähnlichkeiten mit dem Burgherrn, Knappen, Bergtroll und Ritter, die vor dem Einstieg in den Aufzug vor dem Publikum ihren Schabernack treiben.

Burgherr und Knappe

Allerdings ist im Aufzug selbst noch ein Maurer dabei – der fehlt am ehemalige Risse-Haus. Stefan Dressler, der in Iserlohn auch noch ein Tattoo-Studio betreibt, ist gebürtiger Altenaer. Er hat bereits an vielen Stellen in der Stadt Bilder auf Garagentore, an Wänden oder Bushaltestellen mit der Dose gesprüht. Alles begann für ihn im Alter von 13 Jahren, als erst erstmals im TV einen Sprayer bei der Arbeit sah. Das habe ihm so gut gefallen, das habe er auch machen wollen, erinnert er sich. Nach einer Ausbildung zum Werkzeugmacher vervollkommnete der Mann dann seine Kenntnisse mit der Spraydose. Altenas ehemaliger Bauamtschef Hans Bretta gefielen die

Könner mit der Spraydose

Bilder des jungen Mannes so gut, dass er ihm 1987 den Auftrag gab, sämtliche Bushaltestellenhäuschen in der Stadt farbtechnisch zu gestalten. „Das war ein Ding“, erinnert sich Dressler heute. Viele Tage Arbeit stecken bereits jetzt in dem farbigen Bild an der Hauswand. Neben dem Ausschneiden von Schablonen und der Arbeit vor Ort – „ich verwende nur hochwertige Spray-Farben“ – hat er noch gut „drei, vier Tage zu tun“. Dass ihm jetzt schon oft Komplimente gemacht werden, wenn Passanten sein noch unvollkommenes Werk betrachten, schmeichelt ihm schon.

Stattliches Bild

Die Sagengestalten sind übrigens durchaus stattlich: Von zwei bis weit über drei Meter Größe prangen sie auf der Wand und werden „noch viele Jahre so leuchten, wie jetzt“, ist der Künstler von der Qualität seiner Arbeit überzeugt

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