Fragen zum neuen Bahnhof

Wo man hinguckt Provinzial: Die Flächen neben der Unterführung und den Aufzügen befinden sich im Privatbesitz und sind an die im Bahnhofsgebäude ansässigen Firmen vermietet. -  Foto: Bender

Altena -  Der schöne, neue Bahnhof wirft Fragen auf – zum Beispiel die nach Parkplätzen für die Bahnkunden. Die vorhandenen Einstellflächen sind nämlich für die im Bahnhofsgebäude untergebrachten Unternehmen reserviert.

Das liege an den Eigentumsverhältnissen, erklärt Friedrich Wilhelm Kraus. Er ist einer der Inhaber der Grundstücks-und Verwaltungsgesellschaft, die den Bahnhof vor einigen Jahren kaufte. Auch die Parkplätze seien Privatgrund, die Gesellschaft habe der Bahn lediglich die für den Bau von Unterführung und Aufzug benötigten Flächen überlassen.

Die Grundstücks-und Verwaltungsgesellschaft sei ihrerseits Vermieter sowohl der Provinzial-Agentur als auch der übrigen im Bahnhof untergebrachten Unternehmen, die Wert auf Kundenparkplätze legten und auch gesetzlich verpflichtet seien, diese vorzuhalten, sagt Kraus. Für die Provinzial erklärt Andreas Opitz, dass nichts dagegen spräche, wenn Bahnkunden zum Ein- oder Ausladen kurz auf den Parkplätzen hielten – „aber Dauerparker können wir dort nicht dulden“. Opitz erinnerte daran, dass die Stadt in absehbarer Zeit Pendlerparkplätze bauen wolle und das Problem dann erledigt sei.

Problem Nummer zwei: Es gibt am Bahnhof keine Fahrkarten. Das ist schon lange so, mancher Bahnfahrer ist enttäuscht, dass das auch nach der Sanierung so bleibt. Dafür ist der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe verantwortlich. Er verwies in der Vergangenheit darauf, dass es in sämtlichen Abellio-Zügen Fahrscheinautomaten gibt. Sie seien dort grundsätzlich besser untergebracht als auf den Bahnsteigen, weil sie so besser vor Vandalismus geschützt seien und außerdem bei Bedarf die Hilfe der Zugbegleiter in Anspruch genommen werden könne.

Allerdings: Die Abellio-Automaten können nicht alles. Es seien dort Fahrkarten zu sämtlichen Zielen in NRW zu haben, schildert Abellio-Pressesprecherin Anamaria Preuss. Hinzu kämen die „Top 50“- Ziele innerhalb Deutschlands. Ein Ticket nach Berlin gibt es damit, aber keins nach Koblenz – das müssen sich Bahnkunden vor Antritt der Reise im Reisebüro oder übers Internet besorgen.

Stichwort Toiletten: Hier gibt es eine Teil-Lösung. Es ist vertraglich geregelt, dass Bahnkunden das WC des türkischen Imbiss im Bahnhof benutzen dürfen. Eine entsprechende Beschilderung soll bald erfolgen. Allerdings steht es nachts und frühmorgens nicht zur Verfügung.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare