Feiern zum Volkstrauertag

Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein

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Die Mitglieder von Vereinen und Verbänden kamen am Ehrenmal zusammen. Die Reservistenkameradschaft sammelte anschließend für den Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge

Altena - Erst nach dem Zweiten Weltkrieg verkündete der Ökumenische Rat der Kirchen: Krieg soll nach Gottes Willen nicht sein. Zuvor hatten nicht nur Militärpfarrer die großen Schlachten als gottgesegnet betrachtet. Sie benutzten Worte, mit denen heuter der IS seinen Feldzug begründet.

Daran erinnerte am Sonntag, 13. November,  Pfarrer Jürgen Ruck in der Gedenkstunde zum Volkstrauertag in Altena. „Die Ereignisse, dener wir heute gedenken, sind weit weg von Gottes Willen“, brachte es der Vertreter der evangelischen Kirchengemeinde auf den Punkt. Er erinnerte unter anderem an die Schlacht von Verdun, deren Spuren bis heute im Kriegsgebiet zu finden sind in Form von Waffen, Munition, Granaten und Knochen. „800 000 Menschen sind dort zu Tode gekommen. Und man muss sich fragen, für was? Kann die Eroberung eines einzigen Gebiets auf dieser Welt so viel Leid und Elend rechtfertigen?“ Deutschland stehe in der Verantwortung, betonte Jürgen Ruck. Nicht nur für seine Rolle in den vergangenen Weltkriegen. Das Land stelle wirtschaftliche Interessen vor politische Stabilität als großer Waffenexporteur. „In der Welt herrscht immer noch Krieg, daran sind wir nicht unbeteiligt. Und deshalb ist es auch eine humanitäre Herausforderung für uns, denjenigen zu helfen, die nur noch die Flucht als Perspektive haben.“ Gemeinsam hielten die Teilnehmer der Gedenkstunde Fürbitte für all jene Verfolgten. Vertreter der Reservistenkameradschaft, des THW, der Feuerwehr, des DRK, der FWG und des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge wirkten mit am Ehrenmal. Die musikalische Gestaltung übernahm Trompeter Markus Lingnau.

Auch in Evingsen, Dahle und in der Rahmede gab es Gedenkfeiern zum Volkstrauertag.

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