Krankenwagen wird auf Rosmart stationiert

Bürgermeister-Stellvertreterin Hanna Freissler nahm vom Landrat den Schlüssel für das NEF entgegen. Mit ihr freuen sich der kommissarische Wachenleiter Günther Brockhagen (links) und Guido Thal – der Altenaer ist Leiter des Rettungsdienstes im Märkischen Kreis.

Altena -  Der Märkische Kreis hat auf Rosmart einen „rettungsdienstlichen Übergangsstandort“ geschaffen. Das ist ein provisorischer Standort, an dem zum einen ab Januar ein Krankentransportfahrzeug stationiert wird. Es wird von dort aus tagsüber Krankenfahrten im Südkreis durchführen. Zum anderen werden dort die kreiseigenen Reservefahrzeuge für den Rettungsdienst untergestellt.

Der Kreis nutzt dafür eine von Jens Fischer angemietete Halle. Ihm dankte Landrat Thomas Gemke jetzt dafür, dass er die Immobilie so kurzfristig zur Verfügung gestellt und auch die Umbaumaßnahmen unterstützt hat. Lob gab es auch für die Stadt Altena: Sie habe „in Windeseile“ die Baugenehmigung und Nutzungsänderung bewilligt hat. Die Halle wird bis zum Bezug des geplanten Feuerwehrservice-Zentrums, das bis 2018 ebenfalls im Gewerbegebiet Rosmart errichtet werden soll, genutzt.

Vorgestellt wurde diese Neuerung Ende vergangenender Woche bei der Übergabe neuer Einsatzfahrzeuge. „Noch nie durfte ich so viele Einsatzwagen auf einmal übergeben“, freute sich Gemke – neben zwei Rettungswagen schaffte der Kreis auch drei neue Notarzteinsatzfahrzeuge an. Der Gesamtwert der Fahrzeuge beträgt über 600000 Euro.

In seiner Rede macht Landrat Gemke deutlich, wie stolz der Märkische Kreis auf seinen gut funktionierenden Rettungsdienst ist. Bis auf Hemer und Iserlohn sind nunmehr alle Städte und Gemeinden auf die Leitstelle des Märkischen Kreises aufgeschaltet. Gemke strich heraus, dass seit 2013 die Fallzahlen im Rettungsdienst stetig steigen. Das führt dazu, dass der Kreis mehr Personal einstellen und die Ausstattung aufstocken wird.

Für die Stadt Altena nahmen die stellvertretende Bürgermeisterin Hanna Freissler, Günther Brockhagen, kommissarischer Wachenleiter, Schirrmeister Stefan Zlobinski und Benjamin Stoßberg von der Fahrzeugtechnik die Schlüssel für einen Notarzteinsatzwagen aus den Händen von Landrat Thomas Gemke entgegen. Ebenfalls einen Notarzteinsatzwagen durfte Wachenleiter Markus Große mit nach Werdohl nehmen.

Einen Rettungswagen und einen Notarzteinsatzwagen erhielten jeweils Rainer Mehrfert, Wachenleiter Halver, und Volker Pompetzki, Wachenleiter Meinerzhagen. Guido Thal, Leiter des Rettungsdienstes Märkischer Kreis, und Ralf Bohnert von der Beschaffung standen dem Landrat Rede und Antwort zu den technischen Details und der Ausstattung der Fahrzeuge.

Bisher kam in Altena der Notarzt in einem BMW. Das wird jetzt anders: Die neuen Notarzteinsatzfahrzeuge sind auf Basis eines T5 Transporter der Firma Volkswagen von der Firma Hospimobil in Aurich zum NEF ausgebaut worden. Die Anschaffungskosten belaufen sich auf rund 110 000 Euro – und zwar gerechnet ohne die medizinischtechnische Ausstattung, die grundsätzlich unabhängig vom Fahrzeug beschafft wird. Die technische Ausstattung besteht nach dem einheitlichen Fahrzeugkonzeptes der Kreisverwaltung aus Automatikgetriebe, Motorvorwärmung und -weiterlaufschaltung, Funk- und Navigationssystem mit Übermittlung des genauen Einsatzortes von der Kreisleitstelle, Unfalldatenspeicher, Klimaanlage, Sondersignalanlage, Rückfahrwarner und Dieselpartikelfilter. Natürlich handelt es sich um ein Fahrzeug mit Allradantrieb.

Die medizin-technische Ausrüstung besteht insbesondere aus Absaugpumpe, Beatmungsgerät und einem Defibrillator. Auch Telemetrie ist an Bord – das bedeutet, dass Daten beispielsweise des EKG per Funk an das aufnehmende Krankenhaus gesendet werden können. Vor allem für die Versorgung von beatmeten Patienten ist das Kapnometer wichtig, das die Ausatemluft unter anderem auf den Kohlendioxidanteil hin untersucht.

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