Andreas Michel macht ohne die Linke im Rat weiter

Macht als Parteiloser weiter: Andreas Michel.

Altena - Der Partei „Die Linke“ ist ihre Struktur in Altena weggebrochen. Bei einer Stadtverbandssitzung im Hotel am Markt trat die Parteispitze des Stadtverbandes geschlossen zurück. Der ehemalige Parteisprecher Andreas Michel teilte gleichzeitig mit, dass er mit Wirkung zum 1. März aus der Partei austrete, Wie es die anderen Vorstandsmitglieder halten, sei deren Sache, sagte er gestern auf Anfrage.

„Es gab zu große Meinungsverschiedenheiten zwischen mir und dem Kreisverband, da sind Gräben aufgerissen worden, die sich einfach nicht mehr zuschütten lassen“ – so begründete Michel seinen Schritt. Nähere Angaben dazu wollte er nicht machen.

Für die anderen Vorstandsmitglieder war der Schritt des Vorsitzenden absehbar und nachvollziehbar, sie solidarisierten sich mit ihm: „Wir stehen weiterhin hinter Andreas Michel, deshalb treten wir geschlossen zurück“, sagte die stellvertretende Vorsitzende Doris Hoffmann.

Sein Ratsmandat will Michel behalten: Er wolle seine „Versprechen auch ohne Parteibuch weiter verfolgen. Dazu wurde ich schließlich gewählt.“ Der Altenaer saß für die Linke auch als sachkundiger Bürger in Ausschüssen des Kreistags. Diese Ämter legte er nieder.

Die Gruppe um Andreas Michel wird sich jetzt erst einmal formlos weiter treffen um gemeinsam zu versuchen, die versprochenen Wahlziele im Rat einzufordern. Ob sich ein neuer Stadtverbandsvorstand findet, bleibt abzuwarten. Die Linke hat in Altena etwa 20 Mitglieder.

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