Bürger sollen Krach an Schienen melden

Gegen Bahnlärm – Bürger werden gefragt

Bahnhof Altena - Wie empfinden Anwohner das Durchfahren der Züge? Foto: Bonnekoh

Altena -  Der Name ist sperrig: „Lärmaktionsplan für die Schienenwege“ heißt das Monstrum, das jetzt auch Altena erreicht hat. Im Klartext geht es darum, dass Bürger zu den Lärmbelästigungen durch den Bahnverkehr befragt werden.

Stadtplaner Roland Balkenhol, im Rathaus der Ansprechpartner der Deutschen Bahn, fordert die Altenaer auf, dem Eisenbahnbundesamt wichtige persönliche Informationen bis zum 31. Mai zu ihren eigenen Lärmbelästigungen entlang der Schienen in der Stadt zu geben.

Zwar sei die Beförderung von Personen und Gütern per Bahn die ökologische Alternative zum Straßen- oder Luftweg. Gleichzeitig stelle der durch Schienenverkehr verursachter Verkehrslärm für viele Bürger aber auch eine große Belastung dar, räumt die Deutsche Bahn ein. Mit Hilfe dieser Rückmeldungen möchte sie jetzt die Lärmsituation weiter untersuchen und so langfristig darauf hinwirken, den Krach zu senken.

Die bundesweite Lärmaktionsplanung umfasst insgesamt circa 13 400 Kilometer Schienenstrecke und betrifft circa 3 500 Kommunen, darunter eben auch Altena. Sie ist ein langfristiger und kontinuierlicher Prozess, der in einem fünfjährigen Zyklus durchgeführt wird. Rund 1,2 Milliarden sind bereits seit 1999 für einen verbesserten Lärmschutz verbaut worden – weitere sollen folgen. Bürger, die ihre Daten mitteilen wollen, können dies übers Internet unter folgender Adresse tun: www.laermaktionsplanung-schiene.de - von Johannes Bonnekoh

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