Werbung für die Jugendwehr

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Sie dürfen (fast) alles anpacken und auspacken, was auf den Löschfahrzeugen ist. Am Montag setzt die Jugendfeuerwehr bei ihrer Übung sogar die Drehleiter ein.

Altena -   Dass die Einsatzstärke der Altenaer Feuerwehr recht gut ist, liegt auch an der konsequenten Nachwuchsarbeit in der Jugendfeuerwehr. Sie stellt sich am kommenden Montag bei ihrer Sommerabschlussübung an den Lenneterrassen der Öffentlichkeit vor.

Die Übung beginnt gegen 18.15 Uhr, Zuschauer sind gerne gesehen. Stadtbrandinspektor Alex Grass lädt vor allem alle Eltern dazu ein, sich mit ihren Kindern vor Ort einen Eindruck über die Jugendarbeit der Wehr zu machen. Nachwuchs kann die nämlich immer gebrauchen.

Etwa zwei Dutzend Jungen und Mädchen sind in der Jugendfeuerwehr Altena organisiert. An der Spitze stehen mit Rene Bröcker und Patrick Slatosch zwei junge Erwachsene – sie sind Jugendfeuerwehrwarte. Alle anderen Funktionen besetzen die Kinder und Jugendlichen – ganz so wie jede „richtige“ Löschgruppe – aus den eigenen Reihen. Da gibt es einen Sprecher, einen Kassierer, ja sogar einen Sicherheitsbeauftragten.

Die Gruppe trifft sich alle vierzehn Tage montags ab 18 Uhr in der Feuer- und Rettungswache. Dort erhalten sie im Grunde eine feuerwehrtechnische Grundausbildung – aber natürlich in einer Form, die ihrem Alter angemessen ist, versichert Grass; „Atemschutz tragen sie noch keinen“. Natürlich ist auch nicht vorgesehen, dass sie sich an realen Einsätzen beteiligen. „Aber sie lernen Knotenkunde, die Grundsätze eines Löschangriffs, das Verhalten an offenen Gewässern“, zählt Grass nur einige Inhalte der Ausbildung auf.

Viel Wert legen die Jugendfeuerwehrwarte auch auf die Gemeinschaftsbildung zum Beispiel bei Ausflügen wie zuletzt zum Zeltlager der Jugendfeuerwehren im Märkischen Kreis. Außerdem lernen die Angehörigen der Jugendfeuerwehr auch die „großen“ Feuerwehrleute kennen. So ließen sie sich vor zwei Wochen von Angehörigen der Löschgruppe Knerling erklären, wie die GSG-Einheit der Wehr bei Unfällen mit gefährlichen Stoffen und Gütern vorgeht.

Mitmachen können Jungen und Mädchen ab neun Jahre. „Sie sollen sich das erstmal in aller Ruhe anschauen“, sagt Grass – erst wenn nach mehrfachem „Reinschnuppern“ die Faszination noch anhält, erfolgt der richtige Eintritt. Schluss ist mit 18 – viele Jugendfeuerwehrleute entscheiden sich dann dazu, in die „große“ Wehr zu wechseln. Mit der Übung wechselt die Jugendfeuerwehr in die Sommerpause. Das nächste Gruppentreffen findet am 5. September statt.

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