Voßbeck-Kayser, MdB: "SGV und Ehrenamt sind eins"

Kohlbergtreffen in Dahle

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SGV-Vizepräsident Harald Kahlert (am Mikrofon) begrüßte die Gäste und leitete die Feierstunde. Die Gedenkrede hielt die CDU-Bundestagesabgeordnete Christel Voßbeck-Kayser (4. von links). Ihr Schwerpunkt: Ehrenamt und Tradition.

Altena -„Tradition ist nicht nur ein Wort, sondern im Sauerländischen Gebirgsverein (SGV) mit seinen Abteilungen ist es eine Aufgabe.“ Das sagte gleich zu Beginn ihrer Rede beim Kohlbergtreffen am Sonntag, 9. Oktober, Christel Voßbeck-Kayser.

Die heimische CDU-Bundestagsabgeordnete erhielt für ihre nachdenkenswerten Worte viel Applaus, etwa als sie weiter feststellte: „Als bundesweit drittgrößter Wander- und Freizeitverein und als größter in Nordrhein-Westfalen lebt diese Tradition vom ehrenamtlichen Wirken seiner Mitglieder.“ 

Immer wieder suchte sie in ihren Worten die Verbindung von Verein, Mitgliedern und Ehrenamt. „Der SGV war Teil des Lebens eines jeden unserer Toten, denen wir heute hier besonders gedenken.“ Und sie fügte an: „Er war Freizeit, er war Geselligkeit und er war Gemeinschaft.“

Dankbar zurück - freudig nach vorn

Geselligkeit und Gemeinschaft

SGV-Vizepräsident Harald Kahlert hatte die Feierstunde, die seit 89 Jahren stets am zweiten Sonntag im Oktober stattfindet, eröffnet. Er verlas auch stellvertretend einige Namen verstorbener Mitglieder, die viel für den SGV bewegt hätten. 

Er wählte für seine Rede nicht nur mahnende Worte, sondern etwa den Balladentext von Lothar Löwe, „Die Uhr“. Diese Zeilen, so sagte Kahlert, stünden als Symbol für Vieles, das man noch detaillierter ausformulieren könnte. Aber „Die Uhr“ sei für ihn so etwas wie eine Art Gebet und Mahnung, sein Leben in den Griff zu bekommen und vielleicht wie der SGV es in seinem Vereinsleben vorlebe, mit Achtung vor der Natur und Kreatur im Wortsinne zu leben.

Die Uhr als Mahnung

Der 1920er Generation sei wichtig gewesen, mit der Errichtung eines Denkmals ein Symbol zu schaffen, das Erinnerung wach halte und ein Zeichen für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft setze, sagte Voßbeck-Kayser. „Wir leben in einer globalen Welt. Wir können reisen, uns besuchen über Kontinente hinweg. Diese Welt ist in vielen Ländern nicht so friedlich wie bei uns. Gedenken wir deshalb heute auch der Menschen in der ganzen Welt, die durch Kriege und Konflikte ihre Heimat verlassen mussten oder ihr Leben verloren haben.“ 

Richtung Zukunft gerichtet sagte sie: „Uns alle, die weltweit Engagierten, verbindet eines: Sich einbringen für eine Sache und damit sich einbringen für die Gemeinschaft. Gemeinschaft steht beim SGV für zusammen kommen, zusammen sein, zusammen raus gehen in die Natur, etwas erleben. Niemand ist hier allein!“

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