Jugendherberge Altena: Komplette Fachwerk-Wand wird restauriert

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Aus der Wand müssen mit einem Stemmhammer die alten Steine gelöst werden. Das staubt ganz ordentlich.

Altena - Wenn so eine Eingangstür zu einem Aufenthaltsraum klemmt, dann kann das teuer werden – für den Besitzer des Gebäudes. Das ist in diesem Fall der Märkische Kreis, die Rede ist von der Tür zum Aufenthaltsraum der Jugendherberge auf der Burg.

Dort muss in diesen Sommerferien eine komplette Fachwerk-Wand restauriert werden. Ilona Gruß, Architektin beim Gebäudemanagement des Kreises, weiß warum: „Es stellte sich heraus, dass das Fachwerk nachgesackt war.“ Die Konstruktion war stark durchfeuchtet und von Schädlingen porös gefressen worden. Nach einem entsprechenden Fachgutachten war klar, dass Handlungsbedarf besteht.

Für die Sanierung des Fachwerkes konnte eine Firma aus Soest gewonnen werden, den anschließenden Fensterbau übernimmt die hiesige Schreinerei Harte. Bis zum Ende der Ferien soll die Verjüngungskur abgeschlossen sein. Bis dahin ruht im Übrigen der Jugendherbergsbetrieb – zumindest im „Betriebsteil Burg“. Das Jugendherbergswerk als Mieter will die Zeit nutzen, in den Räumen noch einige eigene Maßnahmen in Auftrag zu geben.

Die Kosten für die Arbeiten auf der Wulfsegge werden bei etwa 60000 liegen. Ungleich teurer wird ein zweiter Komplex von Ferienarbeiten, der auf der gegenüberliegenden Talseite stattfinden wird. Am alten Kreishaus müssen 69 Fenster ausgetauscht werden. Dafür wird der Kreis – auch hier muss denkmalgerecht gearbeitet werden – rund 300 000 Euro berappen müssen. Diese beiden Maßnahmen in der Burgstadt sind gleichwohl nicht die einzigen, die an und in Immobilien des Kreises zu erledigen sind. Ferienzeit gleich Urlaubszeit – für das Gebäudemanagement des Kreises gilt das nur eingeschränkt. Zwar sind auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Gebäudemanager Michael Brosch im Urlaub – die Ferienzeit ist aber auch traditionell die Zeit, in der dringenden bauliche Maßnahmen in Schulen und Einrichtungen des Kreises ausgeführt werden.

Arbeiten in einer Größenordnung von gut einer Million Euro sind in den kommenden Wochen von den neun Architekten und Technikern des Gebäudemanagements mit den ausführenden Firmen zu erledigen. Dazu gehört unter anderem der Umbau der Fachklassen im Zuge der Umstrukturierung des Berufskollegs des Märkischen Kreises an der Hansaallee in Iserlohn sowie am Standort in Menden für rund 100.000 Euro. Für neue Bodenbeläge und Fensterreparaturen an den Berufskolleg-Gebäuden sowie an der Carl-Sonnenschein-Schule, Förderschule des Kreises in Iserlohn-Sümmern, dürften noch einmal 100 000 Euro fällig werden.

Gut 200 000 Euro wird der Bau eines Abenteuerspielplatzes „Kleine Luise“ an der Luisenhütte in Balve-Wocklum voraussichtlich kosten. 150 000 Euro stehen für die Erneuerung der Mess- und Regeltechnik an der neuen Mosaikschule in Lüdenscheid, dem Berufskolleg an der Hansaallee in Iserlohn sowie am Eugen-Schmalenbach-Berufskolleg des Märkischen Kreises in Halver-Ostendorf auf dem Investitionsplan.

Dagegen nehmen sich die 70 000 Euro für die Erneuerung der Badewasseraufbereitung der Schule an der Höh in Lüdenscheid eher bescheiden aus.

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