Frauen erinnern sich gerne an Tour vor 59 Jahren zurück

Klassenfahrt zur Burg Altena aus dem Jahr 1956 wiederholt

Während ihres diesjährigen Aufenthaltes ließen sich die Frauen aber lecker bekochen. Foto: Hornemann

Altena - 59 Jahre ist es her, dass 30 junge Frauen aus der Wilhelmshavener Mittelschule für Mädchen aus dem Zug stiegen und ihr Gepäck mühsam den Burgberg hinauf schleppten.

Trotzdem sind die Erinnerungen an die Klassenfahrt in bester Erinnerung geblieben. 2015 haben 13 ehemalige Klassenkameradinnen sie einfach mal wiederholt und sind zur Burg Altena zurückgekehrt.

Die massiven Steintische gibt es noch auf dem Burghof. „Da haben wir die Kartoffeln geschält“, erinnerte sich die Gruppe bei ihrer Ankunft am Samstag. Zwei Klassenkameradinnen waren besonders mutig und bezogen ihr Nachtlager einsam im dunklen Bergfried. „Gruselig. Aber schön!“ Der Rest der Klasse nächtigte klassisch in der ersten Jugendherberge der Welt. Zwei Schlafräume waren dem Besuch aus dem Norden zugeteilt worden. Eine alte Postkarte aus dieser Zeit lobt die Unterkunft und auch das reichhaltige Abendessen: „Vier Schnitten mit Tilsiter Schmierkäse, Jagd- und Braunschweiger Wurst“ schrieb die junge Ursula ihren Lieben in der Heimat.

„Heute sind eher Spaghetti bei den jungen Leuten angesagt und Kartoffeln und tilsiter ziemlich out“, erklärte Birgit Seeger, die mit den Gästen am Samstag eine kleine Führung durch die neue Jugendherberge unternahm. Auch da gibt’s zwar Stockbetten, doch den rustikalen Charme des Mutterhauses haben die nicht, erklärte die Gästebetreuerin. Trotzdem spendeten die Frauen aus Wilhelmshaven einen Geldbetrag für die neue Herberge. „Weil wir uns in Altena so wohl gefühlt haben.“

Das bezeugen bis heute die Berichtshefte der Schülerinnen, die Klassenlehrerin Olga Ebel nach der Fahrt einsammelte. „Die war sehr engagiert. Von Wilhelmshaven sind wir damals nach Düsseldorf und Duisburg gefahren, Endstation der Klassenreise war dann Altena. Von dort aus haben wir schöne Sachen im Sauerland bereist. So auch die Dechenhöhle.“

Nach der zehnjährigen Mittelschule sind sich die Schülerinnen treu geblieben und haben sich alle fünf Jahre getroffen. Seit drei Jahren sind sie jährlich unterwegs - trotz weiter Anreisen aus Koblenz, Berlin und aus dem Allgäu.

Weil die Schulentlassung 2016 60 Jahre her ist, geht’s dann zu dem Ort, wo alles begann: Zur alten Mittelschule für Mädchen.

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