Beirat für Vorrangzonen

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Symbolbild

Altena - Die Ausweisung von Vorrangflächen für Windkraftanlagen, wie sie derzeit in Neuenrade und zeitgleich auch in Plettenberg auf den Weg gebracht wird, war am Dienstag Thema im Beirat bei der Unteren Landschaftsbehörde im Lüdenscheider Kreishaus.

Vertreter beider Kommunen und der jeweils beauftragten Planungsbüros berichteten über den aktuellen Stand bei der Aufstellung ihrer Flächennutzungspläne.

Die Mitglieder des Beirates begrüßten ausdrücklich, dass beide Kommunen sich entschieden haben, entsprechende Vorrangzonen gemäß der Vorgaben der Bezirksregierung auszuweisen und damit den aufwändigen Prozess auf sich genommen haben. „Wir Naturschützer wollen die Konzentration von Windenergieanlagen“, formulierte Beiratsvorsitzender Fritz Schröder. So lasse sich am besten der Ausweitung erneuerbarer Energien auf der einen und den Interessen von Landschafts- und Artenschutz auf der anderen Seite gerecht werden.

In Bezug auf die aktuellen Planungen in Neuenrade, die sich, wie berichtet, auf eine rund 84 Hektar große Fläche im Bereich des Kohlbergs beschränken, gab es allerdings einige Anmerkungen seitens des Beirates, um eine zweite Fläche nicht außer Acht zu lassen. „Mit dieser Stellungnahme können wir leben“, sagte Neuenrades Bauamtsleiter Marcus Henninger. Es geht dabei um eine Fläche an der Stadtgrenze zu Plettenberg, die aus Neuenrader Sicht bislang unter anderem aus Gründen des Arten- und des Landschaftsschutzes ausgeschlossen wird.

Außerdem stehen noch die Bewertungen der Flugsicherheit aus. In Neuenrade geht man davon aus, dass das Areal nicht geeignet ist, weil es im 15-Kilometer-Radius rund um die Drehfunkfeuer-Navigationsanlage Germinghausen liegt. In diesem Bereich dürften Windräder eine Höhe von 590 Metern über dem Meeresspiegel nicht überschreiten. Demgegenüber stehen die Pläne der Stadt Plettenberg, die unmittelbar an diesen Bereich angrenzend eine von mehreren für Windkraftanlagen favorisierte Fläche ausweisen möchte.

Daher stellt sich für den Beirat die Frage, ob in diesem Bereich nicht eine stadtübergreifende Vorrangzone ausgewiesen werden könnte. Schröder wies unter anderem darauf hin, dass eine Plettenberger Planung für dieses Gebiet auch Folgen für das Landschaftsbild und damit das Erholungsgebiet in Neuenrade hätte. Entsprechende Überlegungen haben die Neuenrader bekanntlich für den Kohlberg angestellt und Visualisierungen des Geländes mit Windkraftanlagen auch aus der Perspektive von Altena-Dahle erstellt.

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