Mit einer breiten Brust aus dem Training gehen

Kampfsportprojekt „Bully Defense“ an der Mosaikschule

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Ralf Strackbein (m.) und Marina Schitteck (r.) von der Kampfsportschule und Angelika Wagner (l.) vom Jugendamt freuten sich über das große Interesse der Schüler an dem Kampfsportkurs in der Mosaikschule.

Altena - Auf diesen Moment haben sich die Schüler in den vergangenen Wochen vorbereitet: Ein gezielter Tritt mit dem Fuß und mit einem lauten Knacken zerspringt das Brett. Am Donnerstag endetet das Kampfsportprojekt „Bully Defense“ in der Mosaikschule.

„Bully“ – das steht für Fiesling. Dabei geht es bei der „Bully Defense“ nicht nur um die Verteidigung vor Fieslingen sondern auch darum, selber keiner zu werden. 

Seit drei Wochen wurde im Sportraum in der Mosaikschule trainiert – immer dienstags und donnerstags, wie Ralf Strackbein, Leiter der gleichnamigen Fachsportschule für Kampfkunst und Persönlichkeitstraining, erklärt. „Dabei haben wir auch nochmal unterteilt in Unter- und Oberstufe“, so der Kampfsportfachmann. Jeweils 15 Kinder waren in einem Kurs. 

Soziale Kompetenzbildung

Gemeinsam mit seiner Kollegin Marina Schitteck hatte Ralf Strackbein die Stunden geleitet. Bei den verschiedenen Trainingseinheiten handelte es sich allerdings um kein reines Kampfsportprogramm, bestehend aus Tritt-, Schutz- und Schlagübungen, wie der Trainer erklärt: „Es geht vor allem darum ein starker und guter Mensch zu werden. Dazu gehört soziale Kompetenzbildung, das Erlernen von Problemlösungstrategien und das Aufbauen und Stärken eines gesunden Selbstbewusstseins.“ 

Zustande gekommen war das Projekt über eine Lehrerin an der Mosaikschule, wie er berichtet. „Ihr Sohn geht bei uns zum Kampfsporttraining, dadurch entstand die Verbindung.“ Seit 16 Jahren ist die Kampfsportschule Strackbein an verschiedenen Schulen und Kindergärten unter anderem in Lüdenscheid und Schalksmühle tätig und bietet dort Kampfsport-, Anti-Mobbing- und Deeskalations-Kurse an. 

Jugendamt Altena finanziert die Aktion

Finanziert wurde „Bully Defense“ an der Mosaikschule vom Jugendamt der Stadt Altena. Angelika Wagner, Schulsozialarbeiterin beim Jugendamt, war extra zum letzten Training der Kinder gekommen, um sich die Ergebnisse der vergangenen Wochen anzugucken. Sie war begeistert von dem neuen Auftreten der Sechs- bis Fünfzehnjährigen. 

„Die kommen mit einem ganz anderen Auftreten aus dem Training“, sagte sie und freute sich über den Anblick der Kinder, die stolz mit einem Lächeln aus dem Trainingsraum traten.

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