Jugendsinfonieorchester Lennetal zeigt Sonntag im Gymnasium sein Können

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Mit Spaß an der Musik musizierte das Jugendsinfonieorchester der Musikschule.

Altena -  „Ein Tänzchen in Ehren kann keiner verwehren“, das wusste schon früher der Volksmund. Aber nicht deshalb widmete das Jugendsinfonieorchester Lennetal am Sonntag sein Konzert im Burggymnasium dem Thema „Tanz“ und arbeitete sich an dessen vielen Facetten redlich ab.

Unter der Leitung von Andreas Regeling wandten sich die jungen Musiker zunächst volkstümlichen bis klassischen Tänzen zu: Antonin Dvoraks „Slawischen Tänzen“ und drei Stücken aus der Ballettmusik „Schwanensee“ von Peter Tschaikowsky. Getanzt wird auch in Leonard Bernsteins Musical „West Side Story“: Aus den zahlreichen Hits der modernen Romeo und Julia-Geschichte entstand eine Suite der eingängigsten Melodien, aus denen das Orchester einige ausgewählt hatte. Noch flotter spielte das Orchester bei Musik aus dem Film „Grease“ auf. Die Rock’n’Roll-Ära ließ grüßen. 

Mit Filmmusik ging es auch nach der Pause weiter. Sebastian Hoffmann erzählte die Geschichte zum Film „King Arthur“, dessen Musik von einem Deutschen stammt: Hans Zimmer. Den „Hollywood-Mozart“ nannte ihn der Moderator, und das war angesichts der Qualität von Zimmers Kompositionen wohl eher freundlich gemeint. Der nächste Tanz war ein sehr ungewöhnlicher – Kevin Costners Tanz mit dem Wolf. „Das war eine großangelegte Entschuldigung Hollywoods für das, was den Indianern angetan wurde“, fasste Sebastian Hoffmann den ungewöhnlichen Western zusammen, bevor das Orchester munter aufspielte. 

Filmmusik, Tango und Samba

Mit Astor Piazzollas Abschiedslied für seinen Vater „Adios Nonino“ ging es schön und traurig zugleich weiter. Michael Baasner hatte den Tango-Klassiker für Akkordeon und Orchester arrangiert und spielte selber das Solo-Instrument. Ein Extra-Lob verdienten sich die Schlagzeuger beim anschließenden „Brazil“, das das Orchester mit dem nötigen Schwung spielte. Vom Tango über die Samba ging es zurück in jene Zeit, in der der Ragtime entstand. Auch hier mussten die Schlagzeuger noch einmal Kurs halten. Er halte Scott Joplin für den Erfinder von Jazz und Blues, erklärte Sebastian Hoffmann und verwies auf die rhythmischen Akzentverschiebungen des Komponisten. 

Das fanden selbst Igor Stravinsky und Maurice Ravel derart reizvoll, dass sie ebenfalls Ragtimes komponierten. Als Zugabe gab es noch ein weiteres Kabinettstückchen von Scott Joplin, das Freude machte.

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