Jubiläumsgäste eingetroffen

Ganz im Zeichen des Drahts stand der erste Tag in Altena: Nach dem Drahtmuseum besichtigten die Gäste aus Pinsk auch die Firma Lüling und lernten dort, wie ein modernes Drahtwerk funktioniert. -  Foto: Bender

Altena - Nach 24-stündiger Fahrt sind am Mittwochabend die ersten Jubiläumsgäste aus Pinsk in Altena eingetroffen. Es handelt sich zum einen um rund 30 Schüler, die im Orchester eines Gymnasiums spielen und zum anderen um gut ein Dutzend Erwachsene, die schon lange freundschaftliche Kontakte in die Partnerstadt pflegen und die deshalb privaten Einladungen gefolgt sind.

24 Stunden für 1500 Kilometer – eine lange Reise. Früher hat’s noch länger gedauert, weiß Hans-Gerd Mosch, der sich gemeinsam mit den anderen Mitgliedern des Fördervereins um die Gäste aus Weißrussland kümmert. Als die Partnerschaft vor 25 Jahren ins Leben gerufen wurden, waren kilometerlange Staus an der deutsch-polnischen Grenze und pingelige Zollkontrollen dort an der Tagesordnung. Dank EU ist das vorbei, dafür wird heute an der Grenze zwischen Polen und Weißrussland intensiv kontrolliert. Zweieinhalb Stunden lang wurde der Bus aus Pinsk dort untersucht, sogar die Instrumente nahmen die Zollbeamten auseinander.

Trotz der anstrengenden Anreise waren die Gäste gestern voll bei der Sache, als sie sich mit dem Thema Draht beschäftigten. Erst besichtigten sie das Drahtmuseum, nach dem Mittagessen stand dann ein Besuch des Drahtwerks Lüling auf dem Programm.

Auf Besuch aus dem russischen Sprachraum ist der Mittelständler an der Linscheidstraße eingerichtet: Als einstiger Aussteller auf der wire russia verfügt man dort über eine russischsprachige Imagebroschüre. Und Olena Kuznetsova aus der technischen Kundenberatung spricht fließend russisch. Sie führte die Gruppe aus Pinsk gestern durch den Betrieb.

Zu den weiteren Programmpunkten gehören Ausflüge in die Umgebung, zum Beispiel nach Münster. Am Samstag wird die nächste Delegation erwartet – diesmal handelt es sich um die offiziellen Vertreter der Stadt Pinsk. Sie werden in dass Programm eingebunden und stehen vor allem dann im Mittelpunkt, wenn das 25-jährige Jubiläum der Städtepartnerschaft am Montag ab 19 Uhr in der Burg Holtzbrinck während einer Sondersitzung des Rates gewürdigt wird.

Weil die Stadt im Nothaushalt ist, hat sie für solche freiwilligen Aufgaben kein Geld – deshalb hat der Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Altena/Pinsk mit angelika Mosch an der Spitze alle Hebel in Bewegung gesetzt, um den Besuch zu ermöglichen. Die Gäste aus Weißrussland sind allesamt in Privatfamilien untergebracht. Die Kosten des Programms werden aus der Vereinskasse und über Spendengelder getragen.

Weitere Sponsoren werden noch gesucht. Spenden können sie auf das Volksbank-Konto des Vereins überweisen. Die Iban-Nummer: DE92447615343204000700 (BIC GENODEM1NRD). Natürlich werden Spendenquittungen ausgestellt.

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