Heimatverein Dahle in Altena wählt neuen Vorsitzenden

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Der neue Vorsitzende des Heimatvereins Dahle, Günter Koopmann, bedankte sich bei Möhling mit einem Gedicht.

Altena - „Das gute Möhl stellt klar, es will nicht mehr“, war eine Zeile in dem Gedicht von Günter Koopmann, das er für Dietrich Möhling, jahrelanger Vorsitzender des Heimatvereins Dahle, geschrieben hatte.

„Aufgrund meines Alters und als absoluter Computergegner möchte ich das Amt nicht fortführen“, teilte Möhling bei der Jahreshauptversammlung am Donnerstagabend mit. Die Wahl des neuen Vorsitzenden war der wohl spannendste Punkt auf der Tagesordnung der Heimatfreunde. Dietrich Möhling stellte klar, dass er nicht ganz aus dem Verein ausscheiden möchte. „Ich wäre bereit, Beisitzer zu werden.“

 Nachdem kein anderes Mitglied von der Versammlung vorgeschlagen wurde, erklärte sich Günter Koopmann, bisher Schriftführer, bereit, den Vorsitz für die kommenden vier Jahre zu übernehmen. Einstimmig wurde er auch dazu gewählt. Es folgte ein „Karussell im Vorstand“, wie Koopmann es formulierte. Die Versammlung wählte die ehemalige Beisitzerin Birgit Mück zur neuen Schriftführerin. So machte sie Platz für Dietrich Möhling als Beisitzer. Petra Hölper bleibt weiterhin Kassiererin. Auch die Beisitzerinnen Margret Stein und Brigitte Müchler behalten ihr Amt. Der neue Vorsitzende, Günter Koopmann, ehrte seinen Vorgänger schließend im Namen aller Heimatfreunde. Aber: „Was schenkt man einem Menschen, der alles hat?“, so Koopmann. Er überreichte ihm eine „Prachtausgabe“ Ringelnatz und trug das bereits erwähnte Gedicht „Das gute Möhl“ vor. „...du fehlst nun mehr.“

 Neben den Wahlen gab es einen Rückblick auf das Jahr 2015. Die Veröffentlichung des Buches „Dahle in der Zeit des Nationalsozialismus“ im Juni war ein voller Erfolg. Bei einer Auflage von 320 Exemplare seinen inzwischen nur noch rund 30 Bücher im Bestand. „Unsere Kalkulation war genau richtig“, verkündete Koopmann. Der Kalender mit „Dahler Türen“ dagegen kam nicht so gut an: Wir haben 230 Euro Minus gemacht. Trotzdem wird es einen neuen Kalender geben. „Das Thema werden Klassenbilder von circa 1870 bis heute mit Namen sein.“ Zum Schluss legte Koopmann den Heimatfreunden ans Herz: „Wir brauchen dringend jüngere Leute. Alle sollten nachdenken, was wir tun können.“

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