125 Jahre Neuapostolische Kirchengemeinde zu Altena

"Bietet den Menschen eine Herberge an"

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Ehrengäste der Feier zum 125. Geburtstag der Neuapostolischen Gemeinde zu Altena: Bürgermeister und Kämmerer.

Altena - Unter den Leitgedanken, den Menschen eine Herberge anzubieten, stellte der Kirchenpräsident der Neuapostolischen Kirche des Landes Nordrhein Westfalen, Bezirksapostel Rainer Storck, am Sonntag, 21. August,  seine Predigtworte. Er war aus Anlass des 125. Geburtstages der Altenaer Gemeinde gekommen und hielt einen besonderen Festgottesdienst. Der wurde um 9.30 Uhr an der Hardenbergstraße 9 gefeiert.

Herberge – dieser Begriff war ihm beim Studium der Festschrift aus Anlass der Gemeindegründung vor 125 Jahren besonders am Beispiel von Richard Schirrmann und der durch ihn gegründeten Jugendherbergs-Bewegung ins Auge gesprungen. 

NRW-Kirchenpräsident und Bezirksapostel Rainer Storck.

Helmut Kretschmann, der die Chronik erarbeitete, hatte nämlich auch den örtlichen Bezug zu Altena und seinem Umfeld auf einigen Seiten hergestellt. Zuvor hatte der Bezirksapostel zur Eröffnung der Gottesdienstfeier seiner Dankbarkeit Ausdruck verliehen. Zum einen, weil die Gemeinde endlich wieder nach monatelanger Bauzeit und Sanierung in ihrem Kirchengebäude uneingeschränkt Gottesdienst feiern könne und dann eben wegen des 125. Gemeinde-Jubiläums selbst.

„Ich könnte so viel sagen“, meinte Storck, sparte sich das aber und legte das Studium der Festschrift allen Gästen ans Herz. Ihm, später auch Apostel Wolfgang Schug, lag aber mehr der Gedanke „Wie könnte es weitergehen in Altena?“, am Herzen. Dazu wählte der Bezirksapostel ein Bibelwort aus, das ebenfalls den Begriff Herberge zum Inhalt hatte. Er zog immer wieder Parallelen zur Jugendherbergs-Bewegung und empfahl der Gemeinde den Begriff Herberge mit 1. Schutz geben, 2. Wärme spenden und 3. Versorgen zu übersetzen und mit Leben zu erfüllen.

Während er alle drei Begriffe noch einmal im Detail erläuterte und analysierte, ließ er nicht aus, dass zum Herbergs-Gedanken eben auch gehöre, in einem solchen Ort auf weltlicher Ebene sich selbst einzubringen, etwa um „zu spülen, die Betten und alles sauber zu machen.“ Für Storck und später auch Apostel Wolfgang Schug von der Regionalstelle der Kirche aus Dortmund eben wiederum problemlos auf die Gemeinde übertragbar.

So solle jeder ständig an sich arbeiten und zur Glaubensgemeinschaft stehen. Der Bezirksapostel appellierte an die Christen in Altena, sich stets der vier wichtigen Säulen des Glaubens zu erinnern. Der Lehre der Apostel, dem Pflegen der Gemeinschaft, dem Beten und dem Brotbrechen. „Dann“, so Storck, „bleibt die Botschaft des Herrn nicht in den Ohren stecken, sondern geht ins Herz.“ Am Festgottesdienst und anschließenden Empfang nahmen auch Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein und sein allgemeiner Vertreter, Kämmerer Stefan Kemper für die Stadt Altena teil.

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