Jubiläusfeier:  Sonntag Festgottesdienst

125 Jahre Neuapostolische Gemeinde Altena

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Historisches Gemeindefoto der Neuapostolischen Gemeinde zu Altena. Es entstand 1934, ein Jahr nach der Machtergreifung der Nazi vor der Kirche und hat natürlich auch einen Platz in der Festschrift zum 125. Geburtstag der Gemeinde.

ALTENA - „Es gilt nicht nur zurückzublicken, sondern die Gegenwart in gleicher Weise zu nutzen und hoffnungsfroh in die kommende Zeit zu schauen!“ Das ist der Kernsatz von Kirchenpräsident und Bezirksapostel Rainer Storck. 

Geschrieben hat er ihn seinen „lieben Brüdern und Schwestern“ in einem Grußwort zum 125. Gemeindejubiläum. Das wird Sonntag, 9.30 Uhr, mit einem Festgottesdienst in der Kirche an der Hardenbergstraße 9 / Ecke Gerichtsstraße gefeiert.Dann ist auch der Bezirksapostel selbst zugegen. Der hohe Gast war zuletzt am 9. Dezember 2015 in Altena. Schon damals stellte er in seiner Predigt fest, „dass die Gemeinde Altena zu den traditionsreichsten Gemeinden in der Gebietskirche Nordrhein-Westfalen zählt“. 

Apostel Friedrich Wilhelm Menkhoff besuchte am 13. Dezember 1891 Altena.

Was damals noch nicht bekannt war: Im Gemeindearchiv hatte sich ein Fehler eingeschlichen, der erst eher zufällig durch das Altenaer Kreisblatt und seine Samstags-Reihe „AK vor 100 Jahren“ offenbar wurde: Die Neuapostolische Gemeinde wurde bereits 1891, und nicht, wie bis dato angenommen und teils nur mit bruchstückhaften schriftlichen Quellen überliefert, erst 1892, am Ort gegründet. Deshalb kann bereits in diesem Jahr das stattliche 125jährige Fest gefeiert werden. 

Festschrift zum Jubiläum

Helmut Kreschmann, heute stellvertretender Gemeindeleiter, hat zum Jubiläum eine farbige und auf vielfältige Weise das Leben der Gemeinde einst und jetzt spiegelnde Festschrift erarbeitet. Sie ist Sonntag erhältlich, kann aber auch über die Gemeinde angefordert werden. 

Anfang Oktober 1891 wurde im Hause der Eheleute Schöttler „Auf der Leye“ der erste Gottesdienst gehalten. Kretschmann erinnert an den aus Altena stammenden August Leicher und Wilhelm Keune. Beide wurden noch in Iserlohn 1891 durch den Apostel Friedrich Wilhelm Menkhoff versiegelt. 

1901 zählte die Gemeinde 50 Köpfe, 1944 war sie auf mehr als 100 angewachsen. Heute gehören etwa 180 Christen zur Gemeinde. Nach diversen Umzügen, weil die Gebetsräume zu klein geworden waren, wurde 1911 eine Kirche geweiht, die die Geschwister selbst errichtet hatten. 1952 wurde angebaut, seit 1984 spielt sich das Gemeindeleben an der Hardenbergstraße 9 ab. 

Bürgermeister gratuliert

Immer wieder suchen die Christen den Kontakt zu den Altenaern und veranstalten beispielsweise „Tage der offenen Tür“. Die Gesamtkirche führt Stammapostel Jean-Luc Schneider unter dem 2016er-Jahres-Motto: „Siegen mit Christus.“ Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein gratuliert nicht nur der Gemeinde, er spricht auch Dank aus und erinnert an die Fusion mit der Nachrodter Gemeinde. Hollsteins Wunsch: „Alles Gute für die Zukunft!“

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