Pro Jahr gehen in Altena 100 Kanaldeckel kaputt

Kay Wisgalle (links) und sein Kollege Frank Koppenstein vom Baubetriebshof beim Reparieren von Kanaleinläufen. Foto: Bonnekoh

Altena -  Kay Wisgalle und Frank Koppenstein haben „ganz schön was im Arm“. – Doch die beiden Mitarbeiter des Baubetriebshofes der Stadt wären überfordert, defekte Kanaldeckel von Hand anzuheben. Dafür hat das Team einen kleinen Kran am gelben Baubetriebshof-Lkw..

Etwa 100 Kanaldeckel nehmen die beiden Jahr für Jahr ins Visier. Denn: Das ständige Überfahren durch tausende von Autos sorgt dafür, dass der so genannte Dämpfer zwischen Gußdeckel und gemauertem Schacht mit der Zeit defekt wird und im schlimmsten Fall sogar bricht. Das bekommt weder dem Kanal, noch den Autos, die zwar eine Menge mit ihren Stoßdämpfern abfangen, aber eben nicht alles. Es rummst dann beim Passieren der Kanaldeckel ganz schön.

Wie teuer die Angelegenheit ist, war so ohne weiteres nicht herauszufinden. Denn die Reparatur dieser wichtigen Ersatzteile geht einher mit den üblichen Sanierungen von Steigeisen und Kanalschächten sagte auf Anfrage Volker Richter, Chef des Baubetriebshofes.

Im übrigen wird sein Team auch nur für den Abwasserbetrieb der Stadt tätig. „Wir stellen natürlich für unsere Tätigkeit eine Rechnung aus“, sagt Richter.

Regelmäßig kontrollieren die Mitarbeiter des Bauhofs Jahr für Jahr den Zustand der Kanaldeckel auf Altenas Straßen. „Das ist Routine“, sagen übereinstimmend Kay Wisgalle und Frank Koppenstein. Gleichwohl: Deckel ist nicht gleich Deckel. Wie berichtet, gibt es „hübsche“, die das Stadtwappen mit der Heiligen Katharina von Alexandrien tragen und solche, wo nur der Hersteller vermerkt ist. Nur wenn Neue angeschafft werden, entscheidet sich das Abwasserwerk stets für die Deckel mit dem Bild der Katharina. Wie viele „profane“ noch in Gebrauch sind, auch das ließ sich nicht ohne weiteres ermitteln. Das Reparieren im Jahreskreis sei auf jeden Fall eine „zeitaufwändige und nicht ganz billige Angelegenheit.“ Denn: Erst muss abgesperrt werden, dann wird der Deckel frei gefräst, repariert und im Anschluss mit neuem Asphalt „eingebettet“.

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