Integratives Projekt von Olaf Diembeck und Verena Jonescheit geht weiter

Tanzen überwindet Grenzen

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Verena Jonescheit tanzt seit ihrem 15 Lebensjahr. Die 27-Jährige ist Motor des „integrativen Tanzkursus.“

Altena - Das „ganz besondere Tanzprojekt“ der Tanzschule Olaf Diembeck, ein Inklusions-Tanz-Kreis, geht in eine weitere Runde. Nach dem großem Erfolg der Altenaer Tanzschüler und ihrer Mitwirkung beim Musical „Grand Hotel Vega$“ im Colosseum-Theater Essen führt Verena Jonescheit die Gruppe weiter fort.

„Wir treffen uns einmal pro Woche, und zwar dienstags ab 18 Uhr in den Räumen des CVJM-Heimes an der Hasenkampstraße in Dahle. Zurzeit hat die Gruppe ein knappes Dutzend Mitglieder. Wir freuen uns aber über jeden, der mit uns tanzen möchte“, sagt die 27-Jährige Sozialarbeiterin BA.

Das integrative Tanzprojekt richtet sich an Personen, „die Spaß und Freude an Bewegung und Musik haben“, sagt die junge Frau. Sie selbst kam zu Olaf Diembeck, „als ich vielleicht 15 Jahre alt war. Seitdem tanze ich, weil es mir Freude bereitet.“

Zur Gruppe gehören Personen, die körperlich eingeschränkt sind wie etwa Rollstuhlfahrer und auch ein junger Mann mit Down-Syndrom. „Uns alle eint: Tanzen macht Freude, Tanzen befreit, Tanzen ist einfach eine super Sache, um miteinander ins Gespräch zu kommen und freie Zeit zu verbringen“, wirbt Verena Jonescheit.

Olaf Diembeck hatte im Frühjahr diesen Jahres von einem integrativen Tanz-Projekt der Geschwister Patsy und Michael Hull, beide mehrfache Weltmeister im Turniertanz, gehört. So fuhr er mit Verena Jonescheit ins Colosseum-Theater Essen und sah sich die Projekt-Proben an. Anschließend rührten beide die Werbetrommel und konnten schließlich ein Dutzend Altenaer für die Teilnahme an diesem Musical bewegen. 

Vorgetragen haben sie in Essen eine Choreographie zum Song „Independent Women“ der ehemaligen Girlband Destiny’s Child. Zwei weitere Titel gaben dann die Geschwister Hull vor. Das waren Melodien aus dem Tanzfilm „Foot Loose“ und „Celebration“ von Kool & the Gang. Das Besondere an diesem Projekt war, dass an den Musical-Standorten auch Job-Messen stattfanden, die Menschen mit Behinderung einen Arbeitsplatz vermitteln sollten. 

Verena Jonescheit: „Unsere Gruppe hat sich durch dieses Projekt gefunden. Es ist Zeit, dass auch weitere Personen mit Handicap zu uns stoßen und mitmachen. Es macht einfach eine Riesenfreude.“ Ob man noch einmal gemeinsam an einem Musical-Projekt teilnehmen werde, stehe noch nicht fest. „Sicher ist aber, dass die Geschwister Hull im Jahr 2017 eine ähnliche Aktion planen. Warum sollten wir und dann nicht bemühen, noch einmal dabei zu sein?“

Wer Interesse hat, in die Gruppe einzusteigen oder vielleicht nur einmal erst zu schnuppern, hat ab dem 19. Januar, 18 Uhr, im CVJM-Heim Dahle die Gelegenheit.

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