Erinnerungsplaketten ab November in Altena

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Steffi Ingenpaß (links), Ulli Weispfennig und weitere Mitstreiterinnen beim Blick in die Akten.

Altena - Die Initiative „Stolpersteine“ für Altena befindet sich auf der Zielgeraden der ersten Teilstrecke: Initiator Gunter Demnig wird voraussichtlich am Morgen des 26. November mit der Anbringung der ersten Erinnerungsplaketten an den ausgewählten vier oder fünf Standorten beginnen.

Bevor diese bekanntgegeben werden, möchte die Initiative um Steffi Ingenpaß und ihren Mitstreiter Ulli Weispfennig mit den Besitzern der betroffenen Häuser sprechen. Angebracht werden sollen die Stolpersteine jedoch auf öffentlichem Boden, sprich dem Bürgersteig. In zwei Fällen hat der Märkische Kreis bereits seine Zustimmung zur Anbringung signalisiert, und auch ansonsten sei die Zusammenarbeit mit der öffentlichen Verwaltung ausgesprochen gut.

Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein habe Zustimmung signalisiert und auch aus den Reihen der Politik gebe es keinen Widerspruch gegen das Vorhaben, freut sich Steffi Ingenpaß: „Es geht um das Gedenken und nicht um eine Anklage.“ Finanziert wird das Vorhaben durch die Patenschaft von Altenaer Bürgern. Für die ersten Stolpersteine ist bereits ausreichend Geld zusammengekommen. Eine Spenderin machte beim jüngsten Treffen der Initiative deutlich, worum es ihr geht: „Ich will nicht lebenslang für den Glanz meines Steins verantwortlich sein.“ Das wurde ihr gerne garantiert.

Das Projekt des Künstlers Gunter Demnig erinnert an die Vertreibung und Vernichtung der Juden, der Zigeuner, der politisch Verfolgten, der Homosexuellen, der Zeugen Jehovas und der Euthanasie-Opfer während der Zeit des Nationalsozialismus. Um an deren letzten Wohnorten an die Opfer zu erinnern, werden Plaketten mit ihren Lebensdaten angebracht.

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