Brückencheck mit großem Hydraulikgerät

Bei den Arbeiten an der unzugänglichen Steinernen Brücke ist deutlich zu sehen, dass die Arbeitsbühnentechniker Millimeterarbeite leisten müssen, um die Ingenieure unbeschadet unter den Rundbögen entlang zu führen.

Altena -  Der unbedarfte Beobachter wähnt große Gefahr für die Köpfe der Ingenieure Maximilian Vages und Stefan Ballast. Nur wenige Zentimeter sind ihr Haarschopf und die Steinerne Brücke voneinander getrennt. Mike Bruß und Uwe Wesche aber haben die Steuerung des Brückenuntersichtgeräts gut im Griff.

Wie eine ausfahrbare Mini-Brücke schiebt Uwe Wesche die Ingenieure der Firma Lindschulte in der Kabine hin und her. Stefan Ballast und Maximilian Vages sagen genau an, wo es langgeht. Sie bewegen sich an den markanten Rundbögen der Steinernen Brücke entlang, schauen, fühlen und klopfen am alten Gestein.

An der Mittleren Brücke, zweite Station des Tages für die Arbeitsbühnentechniker und Bauingenieure, geht es etwas leichter voran: Die Betonbrücke ist von der Lüdenscheider Straße aus viel leichter zugänglich. Das Verfahren aber bleibt gleich: Schäden, die durch Wasser oder Belastungen entstanden sein könnten, wollen entdeckt und überprüft werden. Dabei helfen Augen, Ohren, Hände und ein Hammer, mit dem Steine und Beton abgeklopft werden.

Alle sechs Jahre muss ein Fachunternehmen kommen, um die fürs bloße Auge kaum zugängliche Stellen an Altenas Brücken zu überprüfen. Aktuell steht es gut um die verbindenden Bauwerke, deren Prüfung bereits vor 14 Tagen begonnen hat.

Die Ergebnisse ihrer Prüfung geben die Ingenieure ans Altenaer Bauamt weiter, das auf Schäden entsprechend reagieren und Sanierungsmaßnahmen einleiten kann.

Brücken, wie die jüngst von innen sanierte Fritz-Berg-Brücke, haben schließlich nicht nur für den motorisierten Verkehr zentrale Bedeutung: Dass ihr beliebter Fußweg gestern für 45 Minuten nicht zugänglich war, haben Passanten auf der Lüdenscheider Straße und in der Innenstadt bemerkt: Sie mussten für ihren Wochenmarktbesuch einen Umweg nehmen.

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