Kennenlernen leicht gemacht

Alltagsgegenstände, die es ohne die Mitarbeit von Zerspanungsmechanikern nicht geben würde, zeigte die Crew der Firma Stauff aus der Nachbarstadt Werdohl im Infobus. Dort konnten Schüler der achten Klassen Informationen sammeln. -  Foto: Keim

Altena - Was hat ein Zerspanungsmechaniker mit einer Trinkpackung Capri-Sonne zu tun? Auf den ersten Blick nicht sehr viel. Auf den zweiten eine ganze Menge, zumindest wenn ein Drehverschluss auf der Packung ist.

Denn die Spritzguss-Form für diesen Verschluss stammt aus der Hand eines Zerspanungsmechanikers. Dieses und etliche andere Beispiele aus dem Arbeitsalltag in der Metall- und Elektroindustrie konnten sich Schülerinnen und Schüler aus den achten Klassen der Sekundarschule an der Nettestraße aus der Nähe ansehen.

Dort war das Infomobil der Metall- und Elektroindustrie zu Gast – vielleicht zum letzten Mal, zumindest in dieser Form. Denn bald werden die Busse, zehn davon sind bundesweit im Einsatz, durch neue und attraktivere „Info-Trucks“ ersetzt.

Begleitet wurde der Gelenkbus von einer Abordnung der Lukad-Holding GmbH aus Werdohl und der Firma Stauff, die zu dieser Holding gehört. Da gab es auch Zahlen: 2700 Mitarbeiter sind in 24 Ländern für die fünf Unternehmen in der Holding tätig. Es entsteht ein gehöriger Bedarf an Nachwuchskräften. Für Niclas von Seidlitz, seines Zeichens „Global HR Generalist“ der Gruppe, bietet der Infobus der M+E-Industrie eine gute Gelegenheit der ersten Kontaktaufnahme, die natürlich von Ausbildungsmessen und Praktika flankiert werden müsse.

Mit 24 000 Betrieben und 3,6 Millionen Mitarbeitern gilt die Metall- und Elektroindustrie (M+E) zwar als das Herz der deutschen Wirtschaft, doch es gibt Probleme. Das größte ist der Mangel an Facharbeitern.

Berater Matthias Schmidt aus der Stammbesatzung des Busses zeigte den Sekundarschülern, wie vielfältig das Ausbildungsspektrum in den Betrieben der Metall- und Elektrobranche ist. Dabei ging es auch darum, den Jugendlichen vor Augen zu führen, wie die Metall- und Elektrobranchen im täglichen Leben präsent sind. Die zwölf M+E-Branchen bieten Berufseinsteigern keineswegs nur eine Ausbildung zum Werkzeugmechaniker oder Elektroniker. In einer dreieinhalbjährigen Ausbildung können junge Leute sechs verschiedene Metallberufe, zwei Metall erzeugende Berufe und sieben unterschiedliche Elektroberufe erlernen. Hinzu kommen vier IT-Berufe, fünf kaufmännische Berufe und zwei Berufe, für die eine zweijährige Ausbildung vorgesehen ist.

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