Dr. Hollstein: Kein massenhafter Zuzug von Syrern nach Altena

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Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein geht nicht davon aus, dass massenweise Syrer nach Altena kommen.

Altena - In Essen denkt eine Gruppe katholischer Syrer über einen Umzug nach Altena nach. Die Öffentlichkeit der Burgstadt erfuhr eher zufällig davon, dass es eine entsprechende Initiative gibt, die vom Bürgermeister unterstützt wird.

Dass es Gespräche zwischen der syrischen Kirchengemeinde und St. Matthäus gebe und dass die Stadt daran beteiligt sei, das teilte Dr. Andreas Hollstein Anfang des Monats in öffentlicher Ratssitzung mit. Eine entsprechende Anfrage des AK beantwortete Pfarrer Ulrich Schmalenbach später aber sehr ausweichend: Es gebe überhaupt nichts Konkretes – der Besuch der 250 Syrer in Altena war da schon terminiert. Er sei vom Bürgermeister um absolutes Stillschweigen in dieser Sache gebeten worden, verteidigte sich Schmalenbach anschließend. Hollstein dementiert das. 

Dass er den Besuch der Syrer nicht offensiver kommunizierte begründete der Bürgermeister damit, dass er keine Kräfte aus dem ultrarechten Spektrum habe anlocken wollen. Man habe den Gästen die Stadt gezeigt, sie über Schulen und die Wohnsituation informiert und durch einen Vertreter des Arbeitsamtes die Lage auf dem Arbeitsmarkt erklären lassen – das teilte Stefan Kemper nach der Sitzung mit. Auch da kein Wort davon, dass ganz konkret über Umzüge nachgedacht wird. Das wurde erst am Donnerstag durch eine entsprechende Mitteilung der Caritas publik. 

"Viele können sich ein Leben hier vorstellen"

Wie berichtet, wird darin von einer Gemeindeversammlung am Sonntag, 20. November, berichtet. Dort werde geklärt. wer alles nach Altena umziehen möchte. Der Vorsitzende der syrisch-katholischen Gemeinde wird darin wörtlich zitiert: „Viele können sich ein Leben hier (also in Altena) vorstellen, denn unser Eindruck ist gut“. Der ehrenamtliche Caritas-Flüchtlingsbetreuer, aus dess en Feder die Pressemitteilung stammt, neige zur Euphorie, sagte Hollstein gestern. 

Er gehe nicht davon aus, dass massenweise Syrer nach Altena kämen. „Und wenn es 15 oder vielleicht auch 30 Familien sein sollten, dann soll mir das doch recht sein“, sagte er und verwies auf die seit Jahrzehnten negative Bevölkerungsentwicklung. Viele der Syrer seien schon lange in Deutschland, hätten entsprechende Sprachkenntnis und dürften auch arbeiten.

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