Firma Hesse erweitert Kapazitäten mit neuer Glühe

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Umladen bitte: Die Einzelteile der neuen Anlage wurden mit einem Schwerlastkran über das Gebäude im Hintergrund gehoben.

Altena - Zwei große Schwertransporter fuhren gestern beim Drahtwerk Hesse an der Rahmedestraße vor – sie lieferten eine neue Glühe an, mit deren Hilfe die Kapazität des Unternehmens deutlich erhöht werden soll.

Wie so oft in Altena machten enge Platzverhältnisse den Einsatz erfahrener Logistiker erforderlich. Zunächst mussten die Schwertransporter rückwärts in eine Gasse gefahren werden, die nur wenige Zentimeter breiter war als die Fahrzeuge selbst.

Dann wurden die einzelnen Teile der Anlage mit einem Kran über ein Gebäude auf einen weiteren Lkw gehoben, der sie dann in die Hesse-Halle fuhr, die vor 20 Jahren auf dem Gelände der ehemaligen Schraubenfabrik Mayweg gebaut wurde.

Als sie vor drei Jahren einen Anbau erhielt, wurde der Platz für die neue Glühe gleich mit eingeplant. Gebaut wurde die Anlage beim österreichischen Industrie-Spezialisten Ebner. Zehn Mitarbeiter des in Linz beheimateten Unternehmens werden in den kommenden drei Wochen mit der Endmontage beschäftigt sein, dann folgt der erste Probelauf.

900 Grad muss die (natürlich computergesteuerte und -überwachte) Glühe am Ende schaffen – auf diese Temperatur wird der Draht erhitzt, bevor er gezogen wird. Zwei Tage dauert dieser Prozess, 30 Tonnen können in einem Durchgang behandelt werden.

Die Investition bewege sich „in einem sehr hohen sechsstelligen Bereich“, verrät Hesse-Geschäftsführer Klaus Hesse. Die neue Anlage ergänzt zwei bereits vorhandene, so dass die Kapazität des Drahtwerks deutlich gesteigert wird.

In neue, zusätzliche Drahtzüge hatte das Unternehmen vorher schon investiert, zwei zusätzliche Mitarbeiter wurden eingestellt. In naher Zukunft wird ein weiterer neuer Arbeitsplatz geschaffen – dann arbeiten bei Hesse 42 Menschen.

Die Firma Hesse produziert in erster Linie Kaltstauchdrähte, die zum Beispiel für die Herstellung von Schrauben benötigt werden.

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