Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln unter Hochdruck

Brandanschlag in Altena: Telefonleitung zu Brandmeldeanlage durchtrennt

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Die Kabel zur Brandmeldeanlage wurden durchtrennt.

Altena - Die Tatsache, dass das Feuer in einem Wohnhaus an der Brandstraße am vergangenen Samstag vorsätzlich gelegt wurde, sorgt für großes Entsetzen in der Stadt. Und es gibt neue Erkenntnisse: Die außen liegende Telefonleitung zur Brandmeldeanlage wurde durchtrennt.

Helle Aufregung im Buchholz: „Es war nicht so, dass einige Leute gerufen haben ‘Lass die Scheiße doch abbrennen.’ Es hat nur ein einziger gesagt“, möchte Rüdiger Förste klarstellen. Dass man nun Fremdenfeindlichkeit allerorts vermuten könne, sei falsch. Das Gegenteil sei tatsächlich der Fall.

Der oder die Täter wollten offenbar nicht, dass ein frühzeitiger Alarm bei der Feuerwehr hätte auflaufen können. „Allerdings war die Brandmeldeanlage noch gar nicht aktiv“, sagt Bernd Maas, stellvertretender Pressesprecher der Staatsanwaltschaft

Betreten verboten: Das Wohnhaus an der Brandstraße wurde beschlagnahmt.

Hagen. Im Moment, so Maas, stehe man noch am Beginn der Ermittlungen, könne auch nicht mit Gewissheit sagen, ob es einen fremdenfeindlichen Hintergrund gebe.

„Ich habe in 30 Jahren Brandermittlungen schon so viel erlebt und bin immer wieder überrascht, warum so etwas passiert“, so Maas. Am Dienstag war ein Brandsachverständiger vor Ort. Zudem wird nach Spuren der Täter gesucht. „Vielleicht haben sie etwas verloren. Vielleicht gibt es Faserspuren“, so Maas.

Emotionale Diskussionen im Internet

Während Polizei und Staatsanwaltschaft unter Hochdruck ermitteln, erreichen Diskussionen in den sozialen Netzwerken emotionale Höhepunkte. Debattiert wird unter anderem heftig auf der Webseite des Märkischen Zeitungsverlages unter www.come-on.de.

Brand in Flüchtlings-Wohnhaus in Altena

„Ich hätte nie gedacht, das es Leute in Altena gibt, die zu sowas fähig sind. Wie kann man nur so feige sein“, findet der „Lesende“ und erklärt: „Ich will solches Pack nicht in meinem Land. Damit bin ich in keinster Weise am rechten Abgrund, sondern an der Stelle endet mein demokratisches Verständnis.“

Kommentare wie "Jetzt erst recht!" machen stolz

Und auch der „Altenaer Ureinwohner“ findet: „Da kann man sich nur fremdschämen. Es tut mir so leid, dass Menschen, die soviel Leid und Schreckliches in Kauf genommen haben, um bei uns in Sicherheit zu sein, so empfangen werden.“

Andreas Schmidt versucht zu beruhigen: „Meiner Meinung nach sollte man dennoch mit einer vorschnellen Bewertung dieses Vorfalls etwas vorsichtig sein, solange der Fall nicht aufgeklärt ist.“ Und Merlin Fotiadis schreibt unter „Du kommst aus Altena, wenn“: Ich finde es schön Kommentare wie ‘jetzt erst recht!’ zu lesen. Das macht mich stolz.“

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