Viel für Evingsen getan

+
Ein heimatkundlicher Flohmarkt lud zum Stöbern in historischer Literatur ein.

Altena -   Mit einem plattdeutschen Gottesdienst feierte am Sonntag, 7. Juni, der Heimatverein Evingsen sein 20-jähriges Bestehen. Anschließend lud der Verein zu einem Empfang in das Gemeindehaus ein.

Neben Grußworten gab es dabei auch einen kleinen, heimatkundlichen Flohmarkt mit historischer Literatur.

Fast voll besetzt war die evangelische Kirche in Evingsen am Sonntagvormittag, als Pfarrer Friedhelm Arno Berthold den Gottesdienst eröffnete. Alle Gebete, Lieder und das Glaubensbekenntnis waren dabei in plattdeutscher Sprache. Die Besucher rief er auf, die alte Sprache weiter zu fördern. „Gott kann alle Sprachen verstehen, auch Plattdeutsch“, so der in Iserlohn lebende Pfarrer. Er lobte die große Anzahl von Besuchern.

Der Vorsitzende des Heimatvereins, Friedrich-Wilhelm Klinke, freute sich bei dem anschließenden Empfang ebenfalls über das große Interesse. In seiner Rede erinnerte er an die zwei Jahrzehnte zurückliegende Gründung des Vereins. Am 1. Juni 1995 hatten bei der Gründungsversammlung 30 Mitglieder die Satzung des neuen Vereins unterschrieben und wurden dessen erste Mitglieder.

Auf mittlerweile 205 Mitglieder ist der Heimatverein seitdem angewachsen, was ihn zum drittgrößten Verein in Evingsen macht. Besonders hob Klinke hervor, dass in den vergangenen Jahren viele junge Menschen und Familien für den Verein und die Dorfgeschichte begeistert werden konnten.

Auch ein Grußwort der Bundestagsabgeordneten Christel Voßbeck-Kayser verlas der Vorsitzende. Ortsvorsteher Thomas Schmitz lobte ebenfalls die Arbeit des Heimatvereins, der im Ort sehr gut vernetzt sei. „Das Dorf ist positiv repräsentiert. Darauf können wir stolz sein“, so Schmitz.

Ein aktuelles Projekt, das Klinke vorstellte, war die Drahtrollenroute. Die sehr dichte Folge von Drahtrollen im Springer Tal sei so selten, dass sich ein solches Projekt lohne. Viele der Gebäude, die früher Drahtrollen beheimateten, sind noch unverändert. Dort sollen nun Veranstaltungen möglich werden, zudem soll es Führungen geben und die Besucher können die gesamte Route selbstständig besichtigen. Zu den Maßnahmen des Heimatvereins gehört außerdem das Aufstellen von Schildern und die Bereitstellung von Informationen im Internet.

Genauso sorgt der Heimatverein bei Baudenkmälern dafür, dass diese erhalten bleiben. Daneben gibt es kulturelle Angebote wie Führungen oder Fahrten, im September zum Beispiel geht es in das Braunschweiger Land. Auch errichtet der Verein ein historisches Archiv und gibt die Zeitschrift „Evingser Quellen“ heraus. In den vergangenen 20 Jahren renovierte der Heimatverein zum Beispiel die Gosse und den Sportplatz auf dem Sundern. Zudem sorgte er mit verschiedenen Paten, unter ihnen viele Bewohner, für neue Straßenschilder im ganzen Dorf.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare