Haus Lennestein steht zum Verkauf

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Schön sieht es aus, das Haus Lennestein. Die neuen Eigentümer müssen allerdings viel Geld investieren.

Altena - Repräsentativ sind beide stadtbildprägende Gebäude, die aktuell durch das Unternehmen Kraus & Opitz vermarktet werden. In die Villa des Arbeitgeberverbands an der Gerichtsstraße können Interessenten direkt einziehen. Haus Lennestein hingegen muss grundlegend saniert werden.

Deshalb ist diese Immobilie auch als „Schnäppchen“ für 48.000 Euro zu haben.

Um das Objekt an der Gerichtsstraße macht sich Friedrich-Wilhelm Kraus überhaupt keine Sorgen: „Traumhaft!“, beschreibt der Makler die Wohn- und Geschäftsvilla, deren Bauantrag im Jahr 1894 gestellt wurde und in die im Laufe der Jahre jeder Firmeninhaber der eisen- und metallverarbeitenden Industrie ein- und ausging. 

Die Etage im Erdgeschoss verfügt über 130 Quadratmeter, aufgeteilt in vier Büroräume und einen Konferenzraum. Darüber: „Ein Wohnparadies!“, schwärmt Friedrich Wilhelm Kraus. 165 Quadratmeter Wohnfläche, nutzbar als eine große oder zwei mittelgroße Wohnungen. Zuletzt hat Familie Pfleging den unverbaubaren Blick auf die Burg genossen. 

Die ist aber nicht Auftraggeber für den Hausverkauf, sondern der Unternehmensverband Ruhr-Lenne als Nachfolger des Arbeitgeberverbands der eisen- und metallverarbeitenden Industrie Mittellenne. Preis der Immobilie: 275.000 Euro – trotz verhältnismäßig kleinem Grundstück von 280 Quadratmetern. „Aber dieses Objekt ist mit seiner einzigartigen Architektur und seinem guterhaltenen Zustand jeden Cent wert“, so Kraus.

In puncto Haus Lennestein sind die Verhältnisse umgekehrt: Allein die 1573 Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche des Grundstücks wären 200.000 Euro wert, trotzdem wird die Immobilie für 48.000 Euro auf den Markt geworfen. „Wir sprechen hier von einem hohen sechsstelligen Betrag, der in die Sanierung des Gebäudes investiert werden muss“, erläutert Kraus. Seine Auftraggeberin ist Dima Itani, die das Haus zuletzt Karl-Heinz Kiesewalter abkaufte. 1907 wurde es von Basse & Selve als Saalbau mit Gaststättenraum errichtet, ging später zu VDM und schließlich in den Bestand der Baugesellschaft über.

Seine Höhen und Tiefen haben die Altenaer live erlebt. Friedrich-Wilhelm Kraus sieht vor seinem geistigen Auge eine handwerklich begabte Familie mit gastronomischem Händchen, die Sanierung und Restaurantbetrieb parallel betreiben könnte. „Architektonisch ist der Lennestein beeindruckend. Er sollte erhalten bleiben.“

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