Nach Fußballturnier der Mevlana Camii-Gemeinde in Altena

Hass-Kommentare im Internet machen Nadja Mehari traurig und wütend 

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Die Hobbykicker der Mannschaften "Sozial Altena" und "Stellwerk-Team" hatten beim Fußballturnier der Mevlana Camii-Gemeinde viel Spaß.

Altena - Viele Missverständnisse und auch Unmut hat das Auftreten der Hobbykicker "Sozial Altena" und "Stellwerk-Team" beim Fußballturnier der Mevlana-Camii-Gemeinde vor allem in den Sozialen Netzwerken ausgelöst. Nicht nur Team-Managerin Nadja Mehari haben einige der Online-Kommentare zur ersten Berichterstattung unserer Redaktion schwer getroffen.

Sie will sämtliche Unklarheiten aus dem Weg räumen und erklärt: "30 Flüchtlinge trainieren seit rund vier Wochen auf dem Aschenplatz am Pragpaul. Größtenteils stammen sie aus Afghanistan und Syrien. 

Die Männer hatten Lust auf Sport und Bewegung, deshalb habe ich mich auf die Suche nach einem Trainer gemacht und mit Pino Greco einen sehr guten und erfahrenen VfB-Kicker gefunden. Das Stellwerk hat uns Trikots und Stutzen zur Verfügung gestellt, Spenden für Fußballschuhe sind aus der Bevölkerung bei uns eingegangen. 

Es geht um Spaß am Sport

Die Teams haben sehr viel Spaß beim Training. Sie haben das Turnier nicht gewonnen, sich aber sehr über den Teilnehmerpokal der Gastgeber gefreut. Wir wollen weitermachen, gern auch das ein oder andere Turnier bestreiten. Es geht um Spaß am Sport. Dass eine politische und gar fremdenfeindliche Diskussion nach der Berichterstattung ausgelöst worden ist, empfinden wir als sehr bedauerlich."

Nadja Mehari spielt damit auf das Missverständnis an, dass eines der Teams vorwiegend aus Algeriern bestehe. "Es sind vorwiegend Syrer und Afghanen, die sich den Teams angeschlossen haben. Aber eigentlich sollte das gar keine Rolle spielen, woher diese Flüchtlinge kommen."

Café International am 29. Mai

Wenn sie lese, dass Algerier gleich ihre Koffer packen und die Heimreise antreten sollten, platzt der engagierten Altenaerin die Hutschnur. "Jeder Mensch hat das Recht auf Schutz, ganz gleich, ob sein Herkunftsland als sicher gilt", betont die Teammanagerin. 

Sie setzt künftig auf die Hilfe jener Altenaer, die ebenso denken und hofft, mit deren Unterstützung die beiden Hobbymannschaften auf einen guten Weg zu bringen. 

Gelegenheit zur Begegnung gibt's wieder am 29. Mai, wenn das nächste Café International stattfindet. In welchem Rahmen, wird noch bekannt gegeben.

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