Immobilienmarkt in Altena belebt sich

Die Lust am Eigenheim nimmt spürbar zu. Allerdings geht dieser Trend an den Baugrundstücken auf dem Nettenscheid vorbei – die Käufer bevorzugen gebrauchte Immobilien. -  Foto: Archiv

Altena - Was einzelne Makler bereits berichteten, wird jetzt durch den Gutachterausschuss des Märkischen Kreises bestätigt: Der Immobilienmarkt in Altena belebt sich. 2014 wurden fast 20 Prozent mehr Häuser verkauft als im Jahr zuvor.

Der Gutachterausschuss wertet jedes Grundstücksgeschäft in den kleinen und mittleren Kommunen zwischen Ruhr und Volme aus. Exakt 3025 „Verkaufsfälle“ wurden ihm im Jahr 2014 mitgeteilt, das ist die höchste Zahl seit 14 Jahren.

Auch für Altena werden von den märkischen Grundstücks-Fachleuten gute Zahlen gemeldet: 113 Kaufverträge wurden ihm aus der Burgstadt vorgelegt. 88 davon betrafen bebaute Grunstücke, also gebrauchte Immobilien. Deren Wert summiert sich auf fast zehn Millionen Euro, so dass sich ein durchschnittlicher Kaufpreis von rund 113000 Euro ergibt. Zum Vergleich: 2013 wechselten 73 bebaute Grundstücke für knapp 8,4 Mio. Euro den Besitzer, das ergibt einen durchschnittlichen Kaufpreis von 115000 Euro. Beeinflusst werden können diese Zahlen durch größere Immobiliengeschäfte wie zum Beispiel den Kauf der Schiffer-Häuser am Breitenhagen durch die Baugesellschaft. Solche Portefolio-Geschäfte werden häufig en bloc getätigt – es gibt dann nur einen Kaufvertrag, der aber mehrere Häuser betrifft.

Wohnbauland ist nach wie vor wenig gefragt – das gilt für den ganzen Kreis und damit auch für Altena, wo die Stadt ihre Flächen am Nettenscheid und in Evingsen wie sauer Bier anpreist – und das trotz vergleichsweise moderater Preise. 100 Euro kostet dort nach den Ermittlungen des Gutachterausschusses ein Quadratmeter voll erschlossenes Bauland. In Halver werden dafür 165 Euro verlangt und im Nordkreis sogar bis zu 220 Euro.

Ganze sechs Verkäufe unbebauter Grundstücke wurden im vergangenen Jahr angezeigt – und darin sind alle Grundstücke, also auch die im Gewerbegebiet Rosmart, enthalten. Im Schnitt kostete deshalb jedes dieser Grundstücke etwa 235 000 Euro.

Das Interesse an Eigentumswohnungen hat sich kaum verändert: 19 Stück wurden im vergangenen Jahr verkauft, im Jahr davor waren es 20.

Auffällig ist das große Interesse an land- und forstwirtschaftlichen Flächen. 15 Verkäufe wurden 2014 getätigt, das waren sechs mehr als im Jahr zuvor. Der Gutachterausschuss hat beobachtet, dass das ein kreisweites Phänomen ist, das sich auch auf die Preise auswirkt: Während die übrigen Bodenrichtwerte stabil blieben, wurden sie für landwirtschaftlich genutzte Flächen um bis zu 33 Prozent angehoben. Für Grünland wurden kreisweit 1,50 Euro pro Quadratmeter angesetzt. Bei Ackerland erhöht sich der Bodenrichtwert von 1,50 aufzwei Euro. - Von Thomas Bender

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